DOSB schlägt Rückzug aus NADA-Finanzierung vor

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    Deutschland,

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich aus der direkten Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur und dem Aufsichtsrat der NADA zurückzuziehen.

    Präsident des Deutsche Olympische Sportbundes: Alfons Hörmann. Foto: Guido Kirchner/dpa
    Präsident des Deutsche Olympische Sportbundes: Alfons Hörmann. Foto: Guido Kirchner/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) über diese Pläne in einem DOSB-Bericht zum Anti-Doping-Gesetz vor einer Anhörung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag am Mittwoch in Berlin berichtet.

    «Wenn schon weltweit darüber diskutiert wird, ob es sinnvoll ist, dass nennenswerte Teile der Finanzierung aus dem Sport kommen und der Sport nennenswerte Einflussmöglichkeiten über die Gremienbesetzung auf die Nationalen Anti-Doping-Agenturen hat, dann könnte man ja in Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend in Berlin. «Diesen Vorschlag haben wir klar und deutlich zu Papier gebracht.»

    Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Dienstag) über diese Pläne in einem DOSB-Bericht zum Anti-Doping-Gesetz vor einer Anhörung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag am Mittwoch in Berlin berichtet. Bei einem Gesamtbudget von knapp zehn Millionen Euro erhielt die NADA zuletzt 400.000 Euro vom DOSB. Der Hauptteil der Einnahmen der Dopingfahnder stammt vom Bund.

    Der Wegfall der direkten DOSB-Zuwendungen solle aber nicht zulasten der NADA gehen und könnte beispielsweise über Gelder aus der allgemeinen Sportförderung kompensiert werden, betonte Hörmann. «Man kann ja mal über alternative Modelle nachdenken.» Es gehe darum, dass sowohl die Nationale Anti-Doping-Agentur als auch die Welt-Anti- Doping-Agentur WADA unabhängiger vom Sport werde. Im NADA- Aufsichtsrat sitzen die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker und Ingo Weiss (Präsident Deutscher Basketball Bund) als Vertreter der Ständigen Konferenz der Spitzenverbände.

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