DOSB-Boss Hörmann kontert Kritik am E-Sport-Gutachten

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    Deutschland,

    Präsident Alfons Hörmann hat die harsche Kritik von Experten und Politikern am DOSB-Gutachten über fehlende Gemeinnützigkeit des E-Sports gekontert.

    Vertritt eine klare Position zum Thema E-Sport. Foto: DOSB/Jörg Carstensen
    Vertritt eine klare Position zum Thema E-Sport. Foto: DOSB/Jörg Carstensen - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In dem DOSB-Rechtsgutachten heisst es, dass der Begriff Sport «durch die langjährige Rechtssprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit konkretisiert» sei.

    «Die Werte des Sports sind uns wichtiger als die weitere Kommerzialisierung. Wir können nicht über Killer-, Kriegs- und sonstige Spiele - bildlich gesprochen - unsere Zukunft definieren», sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist unsere klare Positionierung. Da gibt es hundertprozentige Übereinstimmung in unseren 101 Mitgliedsorganisationen.»

    In dem DOSB-Rechtsgutachten heisst es, dass der Begriff Sport «durch die langjährige Rechtssprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit konkretisiert» sei. Jegliches Spiel an der Konsole falle nicht unter diesen und sei «kein Sport im Sinne des geltenden Rechts». Der Gemeinnützigkeit des E-Sports als Sport erteilte das Gutachten deshalb eine Absage.

    Es habe auch viele positive Reaktionen gegeben, sagte Hörmann. Auf der Grundlage des Gutachtens werde man die Diskussion mit der Politik, dem E-Sport-Verband und allen Stakeholdern fortsetzen. «Mit Augenzwinkern: Je mehr Geld im Spiel ist, desto grösser sind naturgemäss die Angriffe», meinte der DOSB-Präsident.

    Für die E-Sport-Szene sei das ablehnende Gutachten «naturgemäss erst mal ein verwehrter Ritterschlag. Weil es am Ende natürlich für E-Sport die Krönung wäre, wenn man sich als Mitglied unter dem Dach des deutschen Sport ausgeben und damit das Thema der Gemeinnützigkeit vorantreiben könnte», betonte Hörmann. «Die Heftigkeit der Reaktionen freut mich insofern, weil sie zeigt, dass wir uns klar positioniert haben.»

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