Steigender Benzinpreis macht Ferien teurer

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Zürich,

    Autofahren ist wieder teurer geworden. Aktuell kostet der Liter Most rund 20 Rappen mehr als im Vorjahr. Der Preis dürfte sich stabilisieren.

    Benzinpreise
    Krieg, Niedrigwasser am Rhein, zerstörte Raffinerien: Die Benzinpreise in der Schweiz sind auf den höchsten Stand des Jahres geklettert. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Liter Benzin kostet rund 20 Rappen mehr als noch im Vorjahr.
    • Der Preis dürfte sich aber bald stabilisieren.

    Das dürfte die Ferien-Stimmung dämpfen: Pünktlich auf den Sommer klettert der Ölpreis wieder nach oben. Aktuell kostet ein Fass 78 Dollar. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei rund 50 Dollar.

    Was Autofahrer nerven dürfte: Damit steigt auch der Benzinpreis. Im Juni kostete der Liter Bleifrei im Schnitt 1.69 Franken, ein Jahr zuvor lag der Preis noch 20 Rappen tiefer.

    Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. So steigen die Preise wegen Ausfällen in Kanada, Kasachstan, Libyen und Iran. Kommt dazu: «Die Nachfrage nach Erdölprodukten ist im Sommer auch höher als im Rest des Jahres, beispielsweise aufgrund der Fahrsaison in den USA», sagt David Suchet von der Erdöl-Vereinigung.

    Gleichgewicht in Sicht

    Dazu kommt, dass seit Mai der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken teurer geworden ist. Schweizer Benzin-Importeure kriegen also weniger Sprit für ihr Geld. «Die Entwicklung der Preise auf dem Weltmarkt kann sich schnell auf die Preise an den Schweizer Tankstellen auswirken», erklärt Suchet.

    Immerhin dürfte sich der Preis bald stabilisieren. Denn: «Zusätzliche Mengen aus der Opec und aus den USA sollten aber demnächst auf dem internationalen Markt für mehr Gleichgewicht sorgen.»

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