Schweiz erzielt im ersten Quartal hohen Leistungsbilanzüberschuss
Die Schweizer Volkswirtschaft erzielte im ersten Quartal 2018 einen Leistungsbilanzüberschuss von 1,8 Milliarden Schweizer Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Volkswirtschaft erzielt einen Überschuss von 1,8 Milliarden Franken.
- Dies ist vor allem auf höhere Warenexporte zurückzuführen.
Die Schweizer Volkswirtschaft erzielte im ersten Quartal 2018 einen hohen Überschuss. Sie nahm insgesamt 18,1 Milliarden Franken mehr ein als sie ausgab, womit der sogenannte Leistungsbilanzüberschuss um rund 5 Milliarden höher ausfiel als im entsprechenden Vorjahresquartal.
Ausschlaggebend für die Zunahme waren laut Mitteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Montag zum einen höhere Einnahmen aus Warenexporten, wobei dies hauptsächlich im Bereich der chemisch-pharmazeutischen Produkten und der Uhren der Fall war. Zudem gab es einen deutlich höheren Einnahmenüberschuss aus dem Handel mit Gold (zu nicht-monetären Zwecken), und auch die Nettoeinnahmen aus dem Transithandel fielen etwas höher aus.
Kapitalbilanz von US-Steuerreform beeinflusst
Die in der Kapitalbilanz ausgewiesenen Transaktionen verzeichneten im Berichtsquartal laut SNB sowohl für die Aktivseite (14 Mrd Fr.) als auch für die Passivseite (27 Mrd Fr.) einen Nettoabbau. Dieser war von Transaktionen ausländisch beherrschter Finanz- und Holdinggesellschaften geprägt, die aufgrund der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump ihre Bilanzen verkürzten.
Auslandvermögen gesunken
Bei den Auslandvermögen sanken die Bestände sowohl auf der Aktivseite als auch auf der Passivseite: Die Aktiven gingen um 35 Milliarden auf 4'733 Milliarden Franken, die Passiven um 60 Milliarden auf 3'861 Milliarden Franken zurück. Für diese Entwicklung waren neben dem in der Kapitalbilanz ausgewiesenen Nettoabbau laut SNB vor allem Bewertungsverluste auschlaggebend.






