Zwei Volksinitiativen für bezahlbaren Wohnraum in Biel eingereicht
Ein Initiativkomitee will in der Stadt Biel mit zwei Volksbegehren für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen. Die beiden Initiativen sind am Freitag mit rund 2600 Unterschriften eingereicht worden.

Für das Zustandekommen einer Initiative braucht es in Biel 2000 Unterschriften. Bei beiden Volksbegehren ist bereits mehr als die geforderte Unterschriftenzahl beglaubigt, wie das Initiativkomitee am Freitag mitteilte. Die Stadt Biel bestätigte auf Anfrage, dass genügend Unterschriften gültig seien.
Die nötigen Unterschriften waren rund anderthalb Monate vor Ablauf der sechsmonatigen Sammelfrist beisammen. Die Wohninitiative verlangt in der Stadt Biel 25 Prozent gemeinnützige und zusätzlich fünf Prozent städtische Wohnungen bis 2055.
Dafür soll öffentlicher Boden nicht mehr verkauft werden dürfen und auf öffentlichem Boden sollen gemeinnützige und städtische Wohnungen entstehen. Ausserdem fordert die Initiative die Schaffung eines städtischen Wohnfonds.
Mit der Mietinitiative sollen auch auf privatem Boden bezahlbare Wohnungen entstehen. Die Initiative fordert bei Um- und Aufzonungen einen Mindestanteil von 1/3 preisgünstigen oder gemeinnützigen Wohnungen.
Die beiden städtischen Initiativen werden von einem breiten Bündnis aus linken Parteien, Wohnbaugenossenschaften, Gewerkschaften und dem Mieterinnen- und Mieterverband getragen. Der Bieler Gemeinderat hat nach der Einreichung der Initiative bis zu zwei Jahre Zeit, um das Anliegen zuerst dem Stadtrat und den Bieler Stimmberechtigten vorzulegen.






