Zürcher Stadtrat pfeift auf persönliche Vogel-Patenschaften
Der Zürcher Stadtrat hat der Forderung eines Gemeinderats nach Vogel-Patenschaften eine Absage erteilt. Er will alle gefiederten Stadtbewohner gleich behandeln.

Politikerinnen und Politiker als Schutzpatrone für bestimmte Vögel wird es in Zürich vorerst nicht geben, wie der Stadtrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage mitteilte. Ein Gemeinderat hatte vorgeschlagen, dass jedes Regierungsmitglied eine symbolische Patenschaft für eine Vogelart übernimmt, um so für den Artenschutz zu werben.
Der Stadtrat lehnte die Idee jedoch ab. Eine solche Aktion würde einzelne Arten bevorzugen. Die Stadtregierung wolle aber, dass alle Wildvögel – unabhängig von Grösse oder Farbe – gute Bedingungen vorfinden.
Auch die Frage, welcher Vogel am besten zu welchem Stadtratsmitglied passen würde, beantwortete die Exekutive nicht. Sie überlässt dies der Fantasie des Publikums und verwies auf ein Onlinemagazin, welches das bereits erledigt habe.
Generell ist die Vogelhaltung laut Stadtrat keine eigentliche Aufgabe der Verwaltung. Zwar betreut die Stadtgärtnerei aktuell einige exotische Arten wie Zebrafinken oder Zwergwachteln. Der früher dort bekannte Tukan «Bosi» war jedoch kein offizieller städtischer Vogel, sondern stammte aus privater Haltung.
Viel wichtiger sei der Blick auf die Wildvögel, deren Artenvielfalt in Zürich wächst. Sogar der zwischenzeitlich abgewanderte Wanderfalke ist wieder zurück. Ein Paar brütete dieses Jahr im Kreis 5 – live verfolgt von Tausenden Vogelfans per Webcam.






