Zürcher Kantonsrat lehnt späteren Kindergartenstart ab
Der Zürcher Kantonsrat hat eine Rückverschiebung des Stichtags für den Kindergarten abgelehnt. Damit treten viele Kinder weiterhin mit vier Jahren ein.

Der Kantonsrat hat sich am Montagmorgen mit 102 zu 74 Stimmen gegen eine entsprechende Motion ausgesprochen, wie aus der Ratsdebatte hervorging. Eine parteiübergreifende Allianz aus GLP, SVP und AL wollte den Einschulungsstichtag schrittweise vom 31. Juli auf den 30. April zurückverlegen.
Die Urheberinnen argumentierten, dass seit der Vorverlegung des Stichtags rund ein Viertel der Kinder ein Jahr früher eingeschult werde. Dies führe bei den Vierjährigen oft zu Überforderung und bei Lehrpersonen zu einer deutlichen Mehrbelastung.
Sorge um Harmos-Konkordat
Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) sowie eine Mehrheit aus SP, FDP, Grünen und Mitte stellten sich gegen das Anliegen. Eine einseitige Anpassung des Stichtags widerspreche dem interkantonalen Harmos-Konkordat und käme einem Konkordatsbruch gleich
Zudem verändere eine Verschiebung des Stichtags nichts an den individuellen Reifeunterschieden der Kinder. Bei Entwicklungsverzögerungen bestehe schon heute die Möglichkeit, Kinder im Einzelfall erst ein Jahr später einzuschulen.






