Urner Regierung legt nach verlorener Abstimmung neue Regelung vor
Der Kanton Uri soll sich künftig zu rund einem Drittel an den zusätzlichen Kosten beteiligen, welche durch grosse Schulklassen in den Gemeindeschulen entstehen können. Dies schlägt der Regierungsrat in einer Revision der Schulverordnung vor.

Mit seinem Vorschlag reagiert die Kantonsregierung auf das Nein der Stimmberechtigten zur revidierten Schulverordnung im November 2025. Gegen diese hatten die Lehrerinnen und Lehrer das Referendum ergriffen, weil sie es dem Kanton frei stellte, ob er zusätzliches Personal für grosse Schulklassen mitfinanzieren will oder nicht.
Der Regierungsrat will nun jede Schule verpflichten, für grosse Klassen in einem Pool zusätzliches Personal zur Verfügung zu stellen, wie aus der am Freitag publizierten Verordnung hervorgeht. Jede Schule muss dazu 10 Stellenprozente sowie pro Schülerin und Schüler 0,1 Stellenprozente zur Verfügung stellen. Die Schule entscheidet dann anhand des Bedarfs, in welchen Klassen sie die zusätzlichen Ressourcen einsetzen will.
Dieses neue Modell dürfte rund 530'000 Franken kosten. Der Kanton wird davon rund einen Drittel über höhere Schülerpauschalen übernehmen. Den Rest tragen die Gemeinden.
Diese neue Regelung erfülle das Anliegen des Referendumskomitees, schreibt der Regierungsrat in seinem Bericht und Antrag an den Landrat. Es sei aber auch eine flexible Lösung, weil die zusätzlichen Ressourcen bedarfsgerecht zugeteilt werden könnten.










