Uri will vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen Stipendien gewähren
Die Urner Regierung hat am Sonntag eine Revision der Stipendienverordnung in die Vernehmlassung geschickt. Neu sollen auch vorläufig aufgenommene Flüchtlinge Stipendien beantragen können. Die Vernehmlassung dauert bis am 30. April.

Künftig sollen vorläufig Aufgenommene im Kanton Uri somit die gleiche Möglichkeit wie anerkannte Flüchtlinge erhalten. Dafür muss die Stipendienverordnung geändert werden. Eine ähnliche Regelung gibt es laut Regierung bereits in Genf, Graubünden, Solothurn, Schwyz, Thurgau oder Zug.
Mit der Vorlage setzt die Regierung eine im März 2024 vom Landrat mit 35 gegen 19 Stimmen bei drei Enthaltungen für erheblich erklärte Motion von Chiara Gisler (SP) mit dem Titel «Gerechte Bildungschancen für alle «um.
Bereits bisher seien vorläufig aufgenommene Personen bei Ausbildungen unterstützt worden, heisst es in der Vorlage. Dies sei im Rahmen des Case Managements der Abteilung Integration möglich gewesen. Die Gelder dafür stammten von der Sozialhilfe.
Künftig könnten dafür die Mittel für die Stipendien beansprucht werden. Die Regierung geht deshalb davon aus, dass die Anpassung für den Kanton «insgesamt kostenneutral» ausfällt.
Die kantonale Statistik zeige, dass von den 94 vorläufig aufgenommenen Personen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren, die aktuell in Uri wohnen, 19 Personen eine Ausbildung absolvieren. Das entspricht rund 20 Prozent.






