SVP-Politiker Marchesi übernimmt Regierungssitz von Lega-Mann Zali
Die Tessiner SVP ist fast ein Jahrhundert nach ihrer Gründung als «Gruppo agrario popolare» in die kantonale Exekutive zurückgekehrt. SVP-Vertreter Piero Marchesi hat am Mittwoch in der Kantonsregierung die Nachfolge von Claudio Zali von der Lega angetreten.

Zali war am 30. September nach einer aufsehenerregenden Rechts- und Medienaffäre von seinem Amt zurückgetreten. Als Erstplatzierter der Nachrückliste bei den Kantonswahlen 2023 hat der 45-jährige Piero Marchesi am Mittwochmorgen seinen Treueeid auf die Verfassung und die Gesetze geleistet.
Mit Marchesis Ernennung kehrt die SVP nach einem Unterbruch von fast 100 Jahren in den Staatsrat zurück. Denn von 1922 bis 1927 gehörte Raimondo Rossi vom «Gruppo agrario popolare» dem Staatsrat an. Marchesi, bis vor Kurzem Nationalrat und von Beruf Treuhänder, trat im Jahr 2000 in die Politik ein, als Mitglied der Gemeindeverwaltung von Monteggio im Malcantone (westlich von Lugano). Dort wurde er 2012 zum Gemeindepräsidenten gewählt.
2019 wurde Marchesi in den Nationalrat gewählt und 2024 zum Präsidenten der Tessiner Deputation in den eidgenössischen Räten ernannt. Piero Marchesi wird sein Amt mindestens bis zu den nächsten Kantonswahlen im April 2027 ausüben und darüber hinaus, sollte er in seinem Mandat bestätigt werden.














