St.Gallen – Sabrina Egger-Liechti (Mitte) zur Individualbesteuerung

Mitte-Gemeinderätin Sabrina Egger-Liechti stimmt am 8. März mit Nein zur Individualbesteuerung. Warum, erläutert sie im Gastbeitrag.

Egger-Liechti Mitte Muolen
Sabrina Egger-Liechti ist Gemeinderätin der Partei Die Mitte Muolen-Häggenschwil. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über die Einführung der Individualbesteuerung ab.
  • Ein Nein in die Urne legt Sabrina Egger-Liechti, Mitte-Gemeindepräsidentin.
  • Das Steuersystem solle gezielt weiterentwickelt, statt komplett umgebaut werden.

Als Gemeinderätin und Präsidentin von Die Mitte Region St.Gallen-Gossau setze ich mich für tragfähige Lösungen ein. Die vorgeschlagene Individualbesteuerung überzeugt mich nicht.

Hand Kugelschreiber Steuer Formular
Die Individualbesteuerung sieht vor, dass jede erwachsene Person eine eigene Steuererklärung erhält. (Symbolbild) - Depositphotos

Ein solcher Systemwechsel bringt viel Bürokratie, hohe Umstellungskosten und neue Unsicherheiten für Kantone und Gemeinden. Gleichzeitig ist keineswegs sicher, ob damit die gewünschten Verbesserungen tatsächlich erreicht werden.

Gezielt weiterentwickeln, statt komplett umbauen

Für mich stellt sich deshalb die Frage, ob dieser grosse Eingriff wirklich verhältnismässig ist.

Wir sollten unser Steuersystem gezielt weiterentwickeln, statt es komplett umzubauen. Konkrete Entlastungen für Familien und Erwerbstätige lassen sich auch ohne komplizierte Reformen erreichen.

Findest du die Individualbesteuerung verhältnismässig?

Ich setze mich für pragmatische Lösungen ein, die verständlich, finanzierbar und fair sind – und die Gemeinden nicht zusätzlich belasten. Deshalb stimme ich am 8. März Nein zur Individualbesteuerung.

Zur Autorin

Sabrina Egger-Liechti (*1981) ist Präsidentin der Regionalpartei Die Mitte St.Gallen-Gossau. Schon seit 2011 ist sie Gemeinderätin in Muolen-Häggenschwil. Die diplomierte Pflegefachfrau HF ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt mit ihrer Familie in Muolen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2462 (nicht angemeldet)

Die Einführung der Individualbesteuerung mit dem Argument abzulehnen, ein solcher Systemwechsel bringe zu viel Bürokratie, überzeugt nicht. Früher wurden sämtliche Steuererklärungen von Hand ausgefüllt und geprüft. Gerade weil dies für die Steuerbehörden mit erheblichem Aufwand verbunden war, musste man nur alle zwei Jahre eine Steuererklärung für zwei Jahre einreichen, wobei jeweils das durchschnittliche Einkommen zugrunde gelegt wurde.

User #4672 (nicht angemeldet)

NEIN was sonst. Ein Bürokratiemonster wird erschaffen, noch mehr Steuererkläringe ausfüllen, noch mehr Fragen und wer glaubt, dass er dadurch steuerlich weniger bezahlt ist einfach naiv. Der Staat wird dann einfach Abzugsmöglichkeiten kürzen und MWST-Satz erhöhen, sodass letzten Endes Alle mehr Steuern bezahlen

Weiterlesen

18 Interaktionen
Bern
1 Interaktionen
Abstimmung im März
individualbesteuerung
27 Interaktionen
Reform mit Risiken
Bildung
2 Interaktionen
Ziele kennen

MEHR AUS ST. GALLEN

Hakan Yakin
3 Interaktionen
FCSG gegen GC
11 Interaktionen
Ostschweiz
Wittenbach