Parlament

    Stadtzürcher Parlament lehnt Kauf von drei Nachtzügen ab

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Zürich,

    Das Stadtzürcher Parlament lehnt den Kauf von drei Nachtzugkompositionen ab, trotz der Bemühungen der Grünen für den Klimaschutz.

    Erneut fallen wegen des Streiks in Deutschland die Nachtzüge von Zürich nach Berlin aus. (Archivbild)
    Das Stadtzürcher Parlament debattierte am Mittwoch über den Kauf von Nachtzügen, eine Idee, die der Stadtrat ablehnte. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/LEANDRE DUGGAN

    Das Stadtzürcher Parlament hat den Kauf von drei Nachtzugkompositionen abgelehnt. Es sprach sich am Mittwoch mit 93 zu 18 Stimmen gegen eine entsprechende Motion der Grünen aus.

    Die mehrheitlich linke Stadtregierung lehnte den Kauf aus fehlendem Handlungsbedarf und wegen mangelnder Zuständigkeit vehement ab. Die Grünen hatten das Anliegen aus Gründen des Klimaschutzes eingereicht.

    Die Züge sollten dann einem Betreiber zu «sehr günstigen Konditionen» zur Verfügung gestellt werden.

    Die Grünen erhoffen sich, ein Zeichen gegen den «klimaschädlichen Flugverkehr». Motionär Markus Knauss kritisierte, dass sich der Stadtrat trotz eigener Beteiligung beim Flughafen nicht für die Klima- und Umweltziele einsetze, die er sich selber gebe.

    Nachtzüge als CO2-Sparer

    Nachtzüge hätten hingegen grosses Potenzial, um CO2 einzusparen, sagte Knauss. Mit dem Kauf der Züge könne Zürich eine Vorreiterrolle beim internationalen Bahnverkehr einnehmen und Geld in den «umweltgerechten Bahnverkehr» umleiten.

    Beim grössten Teil der anderen Parteien kam der Vorstoss schlecht an. Johann Widmer (SVP) sprach von einem «Scherzartikel» für die Fasnacht.

    Kastanienbäume Neumühlequai Fällung
    Andreas Egli (FDP) wies darauf hin, dass grosse CO2-Einsparungen nur bei vollen Zügen möglich seien. - fdp-zhstadt.ch

    Viele Rednerinnen und Redner sprachen sich dagegen aus, weil der Kauf von Zügen nicht Aufgabe der Stadt Zürich sei. Die SP zeigte Sympathien, hätte aber nur ein unverbindlicheres Postulat unterstützt, wie Matthias Renggli sagte. Andreas Egli (FDP) wies darauf hin, dass es nur dann grosse CO2-Einsparungen gebe, wenn die Züge voll wären.

    Finanzierung durch Flughafen-Dividende?

    Gemäss dem Stadtrat hätte der vorgeschlagene Kauf zu einer Abstimmung geführt. Die geschätzten 60 Millionen Franken für die Züge sollten gemäss Antrag mit der Dividende der Beteiligung an der Flughafen Zürich AG finanziert werden.

    Da die Züge nicht kostendeckend abgegeben werden könnten, hätte die Stadt diese subventionieren müssen. Dieser Betrag wäre noch dem Finanzreferendum unterlegen. Der Kauf sei auch gar nicht nötig: Zürich sei schon heute ein Hub für Nachtzüge, fand der Stadtrat.

    Kommentare

    User #8251 (nicht angemeldet)

    Kaum nachtzuege ist eigentlich zuerich nicht wuerdig.dh.stur und billig-kurzsichtig....

    User #1009 (nicht angemeldet)

    Das ist nicht Aufgabe der Stadt. Der Entscheid ist richtig so.

    Weiterlesen

    ewf
    5 Interaktionen
    «It is what it is»
    Klare Nacht Wetter
    2 Interaktionen
    Wolken fehlen

    MEHR PARLAMENT

    sds fehr düsel
    9 Interaktionen
    Bern
    Palästina Demo Bern
    25 Interaktionen
    Bern
    11 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Kaufleuten Zürich
    Zürcher Clubnacht
    sdf
    17 Interaktionen
    «Weckruf»
    8 Interaktionen
    Zürich