Stadtwerke von Olten SO und Zofingen AG planen Zusammenschluss
Die Städtischen Betriebe Olten (sbo) im Kanton Solothurn und die StWZ Energie in Zofingen AG haben einen Zusammenschluss im Projekt «Frohburg» angekündigt. Die Exekutiven beider Städte haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Das letzte Wort wird das Volk haben.

Der Zusammenschluss schaffe mit mehr als 25'000 Strombeziehenden die notwendige Grösse, um Investitionen effizienter zu tätigen, die Kompetenzen zu bündeln und Skaleneffekte zu erreichen. Dies teilten die Städte Olten und Zofingen am Donnerstag gemeinsam mit.
Beim künftigen Eigentum streben die Partner eine Beteiligung von rund 60 Prozent für Olten und etwa 40 Prozent für Zofingen an. Trotz der unterschiedlichen Kapitalanteile verständigten sich die Stadträte auf ein gleichberechtigtes Mitbestimmungsverhältnis von je 50 Prozent, wie es hiess.
Hauptsitz in Olten
Den Ausschlag dafür gebe der vorgesehene Hauptsitz in Olten und der damit verbundene Steuerertrag im Kanton Solothurn. Die Stadt Zofingen erhält demnach von Olten Aktien im Wert von 5 Millionen Franken und erwirbt weitere Papiere für 10 Millionen Franken, um das angestrebte Beteiligungsverhältnis zu erreichen.
Die Partner planen die Gründung der neuen Gesellschaft per 1. Januar 2027. Der operative Start soll am nachfolgenden 1. Juli sein. Es entstehe eine leistungsfähige, regional verankerte Energieversorgerin mit umfangreichen Infrastrukturen und Dienstleistungen in den Bereichen Strom, Wasser, Gas, Wärme, Telekommunikation, Energiedienstleistungen und Gebäudetechnik, hiess es.
Stimmvolk redet mit
Im November beraten der Einwohnerrat Zofingen und das Gemeindeparlament Olten über das Vorhaben. Ende Februar 2027 entscheiden die Oltner Stimmberechtigten an der Urne über die Fusion. In Zofingen ist für den Zusammenschluss zwar kein Ja des Stimmvolks erforderlich. Es wird jedoch indirekt entscheiden, nämlich über den Kauf der Aktien im Wert von 10 Millionen Franken.






