Stadtberner Kita Weissenstein wird geschlossen

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Die Stadt Bern legt zwei Kindertagesstätten (Kita) zusammen und schliesst eine weitere. Grund für die Reduktion der Kita-Standorte ist die ungenügende Auslastung, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

    Die Stadtberner Gemeinderätin Ursina Anderegg will nach eigenen Angaben alles daran setzen, für die Mitarbeitenden, die Kinder und ihre Eltern «gute Lösungen zu finden». (Archivbild)
    Die Stadtberner Gemeinderätin Ursina Anderegg will nach eigenen Angaben alles daran setzen, für die Mitarbeitenden, die Kinder und ihre Eltern «gute Lösungen zu finden». (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

    Auf Ende Jahr legt die Stadt die beiden Kita-Standorte Holenacker und Brünnengut zusammen. Alle Mitarbeitenden und Kinder der Kita Holenacker können in die Kita Brünnengut wechseln. Der Standort Holenacker wird geschlossen.

    Die beiden Kitas liegen nur wenige hundert Meter auseinander. Beide sind nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet.

    Auf Ende Februar 2027 schliesst die Stadt zudem die Kita Weissenstein. Für die Mitarbeitenden werden innerhalb von Kitas der Stadt Bern oder in der schulischen Tagesbetreuung Anschlusslösungen gesucht. Die Stadt will die betroffenen Eltern bei der Suche nach einem neuen Platz unterstützen, wie sie in ihrer Mitteilung weiter schreibt.

    Defizit-Problematik

    Die Stadtberner Kindertagesstätten kämpfen mit einem Defizit von gegen neun Millionen Franken. Dieses muss die Stadt zwar bis 2028 decken, sie darf dazu aber keine Steuergelder einsetzen.

    Seit die Stadt 2014 zum System der Betreuungsgutscheine gewechselt hat, werden die Kitas über eine Spezialfinanzierung abgerechnet. Eine Spezialfinanzierung ist eine Art zweckgebundener Topf für öffentliche Ausgaben.

    Diese Ausgaben dürfen nicht durch Steuergelder finanziert, sondern müssen durch Gebühren, Entgelte oder Beiträge von Nutzenden bezahlt werden. Das heisst auch für die Berner Kitas, dass sie ihren Betrieb allein durch die Betreuungseinnahmen finanzieren müssen.

    Das ist für die städtischen Kitas schwerer als für die privaten, denn sie können nicht so frei wirtschaften. Sie sind beispielsweise ans städtische Lohnreglement gebunden und müssen die IT-Infrastruktur der Stadt übernehmen. Dazu kommt, dass seit der Coronapandemie und mit der anhaltenden Teuerung Eltern ihre Kinder weniger betreuen lassen.

    Reglementsänderung

    Um dem Defizit entgegenzuwirken, wurden Sparmassnahmen ergriffen. Vor gut einem Jahr kam von bürgerlicher Seite der Vorstoss, die Kitas auszulagern. Das rot-grün dominierte Parlament lehnte dies ab.

    Stattdessen wurde eine Revision des Betreuungsreglements in Gang gesetzt. Mit ihr sollen die sogenannten trägerschaftsbedingten Mehrkosten der städtischen Kitas aus dem Steuerhaushalt finanziert werden können.

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