Lidostrasse in Luzern soll zur Flaniermeile werden
Die Stadt Luzern plant eine umfassende Neugestaltung und Sanierung der Lidostrasse. Dabei soll unter anderem Tempo 30 eingeführt werden.

Die Stadtregierung beantragt dem Parlament für die Sanierung und den Neubau einen Kredit von 7,3 Millionen Franken, wie der Stadtrat in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht und Antrag erklärt.
Die Umgestaltung verbessere die Verkehrssicherheit, erhöhe die Aufenthaltsqualität und fördere die «langsame Fahrweise», so die Stadtregierung. Die Lidostrasse weist nach Angaben der Stadt diverse Mängel an der Infrastruktur auf. Der Belag ist in einem schlechten Zustand, die Beleuchtung veraltet und zudem muss die Wasserleitung erneuert werden.
Im Gebiet Würzenbach sind in den nächsten Jahren mit der See-Energie-Zentrale, der Renaturierung des Würzenbachs und der Trottlibucht sowie dem Erschliessungs- und Parkierungskonzept weitere Projekte geplant, wie die Stadt festhielt. Zudem habe das Verkehrshaus der Schweiz den Wunsch nach einer Aufwertung seiner Vorzone angemeldet.
Die Neugestaltung sieht im Gebiet Verkehrshaus, Strandbad und Tennisclub Lido die Schaffung von sogenannten «Shared Spaces» vor. Dabei wird der Strassenraum «geöffnet», unter anderem wird auf Ampeln, Fahrbahnmarkierungen oder Verkehrszeichen verzichtet.
Die Fahrbahn sieht auf der fünf Meter breiten Strasse Tempo 30 vor. Insgesamt werden laut Stadtrat rund 4'250 Quadratmeter Strassenraum entsiegelt, 84 neue Bäume gepflanzt und 400 Veloparkplätze geschaffen. 178 der heute 758 Autoparkplätze sollen aufgehoben werden.
Das Projekt wird laut Botschaft in sechs Bauphasen umgesetzt. In den ersten beiden Phasen werden die Entwässerungs- und Wasserleitungen verlegt. Der Verkehr soll dabei einspurig mit Ampelregelung geführt werden. In den Phasen drei bis sechs erfolgt die Oberflächengestaltung: vom Strassenabschnitt Haldenstrasse bis Querung Würzenbach, über Vorzonen des Verkehrshauses, der Minigolfanlage und des Lido-Parkplatzes bis hin zur Seeburgstrasse.






