St. Galler Parteien sorgen sich um Kinderpsychiatrie im Linthgebiet
Der St. Galler Kantonsrat hat am Dienstagmorgen einstimmig eine Interpellation für dringlich erklärt. Über die Parteigrenzen hinweg bereitet die per Ende Jahr angekündigte Schliessung der Regionalstelle des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes in Uznach Sorgen. Nun muss die Regierung Antworten liefern.

Die Fraktionen von SVP, SP-Grüne-GLP, Mitte-EVP und FDP warnen in ihrem Vorstoss davor, dass der Wegfall des Standorts Uznach den kantonalen Leistungsauftrag für eine «wohnortnahe Versorgung» im Linthgebiet verletze.
Für betroffene Kinder, Jugendliche und Familien hätte dies lange Anfahrtswege zur Folge, was eine erhebliche zusätzliche Belastung darstelle. Geplant ist eine Verlagerung der Angebote an einen anderen Standort. Anlaufstellen der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste befinden sich noch in St. Gallen, Heerbrugg, Sargans, Wattwil und Wil .
Die Schliessung der Regionalstelle in Uznach werde mit Personalmangel begründet, heisst es in der Interpellation. Die Lösung von Herausforderungen dürfe jedoch nicht auf die Betroffenen überwälzt werden. Ausserdem seien gemäss früheren Angaben der Regierung die finanziellen Mittel zur Erfüllung des bestehenden Leistungsauftrags grundsätzlich vorhanden.
Der Rat stimmte der Dringlichkeit ohne eine Gegenstimme zu. Am Mittwoch wird die Regierung die Fragen der Interpellation beantworten müssen.






