Sarnen OW rechnet für 2027 mit einem Defizit
Der Obwaldner Hauptort Sarnen budgetiert für 2027 mit einem Minus von 594'000 Franken. Trotz dem Aufwandüberschuss beurteilt der Gemeinderat die finanzielle Situation als «stabil», wie er am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte.

Das Budget sieht einen Aufwand von 77,4 Millionen Franken und einen Ertrag von 76,8 Millionen Franken vor. Über das Budget entscheiden die Sarner Stimmberechtigten an der Urne am 29. November.
Der Gemeinderat sieht für 2027 leicht höhere Steuererträge. Allerdings dürften die Kosten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Pflege «stark» ansteigen, wie es hiess. Zudem trägt Sarnen, wie alle Obwaldner Gemeinden, zur Defizitreduktion des Kantons bei. Das belaste die Gemeinde Jahr für Jahr mit 1,2 Millionen Franken, hiess es.
Im Fokus der Investitionen stehen unter anderem die Schulinfrastrukturen. So soll die Schulanlage Wilen erweitert werden. Weiter ist ein Neubau in Kägiswil geplant und im jetzigen Gemeindehausprovisorium Cher West soll zusätzlicher Schulraum entstehen. Über einen Kredit von 1,1 Millionen Franken zur Umnutzung des Hauses entscheidet die Gemeindeversammlung im November.
Weiter will die Gemeinde auch in den Wasserbau und Hochwasserschutz im Sarneraatal investieren. Vorsorge in diesem Bereich sei die «wirtschaftlichste Lösung», wird der zuständige Gemeinderat Cleo Bracale (Mitte) in der Mitteilung zitiert.






