Stadt Zürich

    Regierungsrat nimmt automatisiertes Fahren in Zürcher Richtplan auf

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Der Regierungsrat hat selbstfahrende Autos in den Richtplan des Kantons Zürich aufgenommen. Genauer, die planerische Grundlage dafür. Der Kanton verabschiedet sich dafür von alten Strassenträumen, wie dem «Ypsilon» in der Stadt Zürich, das als Stadtautobahn geplant war.

    Die Grundlage für automatisiertes Fahren soll neu in den Zürcher Richtplan aufgenommen werden. Im Furttal läuft bereits ein Projekt mit Ausnahmebewilligung des Bundes. (Archivbild)
    Die Grundlage für automatisiertes Fahren soll neu in den Zürcher Richtplan aufgenommen werden. Im Furttal läuft bereits ein Projekt mit Ausnahmebewilligung des Bundes. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

    Die selbstfahrenden Autos sind im kantonalen Richtplan angekommen, wie der Kanton Zürich am Freitag mitteilte. Die planerische Grundlage lautet so: «Der Einsatz automatisierter Fahrzeuge im privaten wie im öffentlichen Verkehr soll auf die örtlichen Verhältnisse, insbesondere auf die Verkehrsplanung, den Verkehrsablauf, die Aufrechterhaltung und Stärkung des öffentlichen Verkehrs sowie die Aufenthaltsqualität abgestimmt sein.»

    Der Kanton will Innovationen in diesem Bereich unterstützen, heisst es weiter. Erste Versuche mit selbstfahrenden Autos gibt es bereits, etwa im Furttal. Dafür stellte das Bundesamt für Strassen (Astra) eine Ausnahmebewilligung aus. Tesla und Uber kündigten bereits Vorhaben im Grossraum Zürich an. Dafür würde es ein Bewilligungsverfahren brauchen. Laut einem Sprecher des Amts für Mobilität wird dieses derzeit erarbeitet. Der Bund gewährte den Kantonen dafür eine Frist bis am 1. März 2028.

    Stark vertreten ist im Bereich Mobilität auch das Velo. So sollen, neben einer verbesserten Erschliessung und dem Ausbau des Velonetzes, bei Verkehrsdrehscheiben genügend Veloplätze erstellt werden. Das Mountainbiken erhält ebenfalls einen Platz im Richtplan.

    Velos statt Autos unter dem HB

    Bei den Strassen- und Bahnprojekten passte der Kanton einiges an den Plan des Bundes, «Verkehr 45», an. Dazu zählt auch die endgültige Beerdigung des «Ypsilon» in Zürich. Die hochtrabenden Träume einer Stadtautobahn sollen nun ersatzlos gestrichen werden. Die Stadt Zürich tat bereits das ihrige, indem sie den vorgesehenen Stadttunnel unter dem Hauptbahnhof in einen Velotunnel umbaute.

    Die Sihlhochbrücke in Wiedikon bleibt die letzte Erinnerung an das Ypsilon, der Seetunnel, der Adlisbergtunnel und der Anschluss am Sihlquai verschwinden aus der Planung.

    Weitere Änderungen betreffen die öffentlichen Bauten und die Versorgung, etwa die Planung des Bildungsstandorts Wädenswil und eine Batteriespeicheranlage in einem Unterwerk.

    Die Teilrevision des Richtplans liegt ab Montag bis am 14. Dezember öffentlich auf. Bürgerinnen und Bürger können sich dazu äussern und Einwendungen machen. Die überarbeitete Vorlage geht danach an den Kantonsrat.

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    Kommentare

    User #3960 (nicht angemeldet)

    Und wer haftet bei Unfällen, das Auto, die Software, die Betreiber Firma oder wer??? Welche Versicherung deckt so einen Wahnsinn???

    User #1035 (nicht angemeldet)

    Frage mich wie dies gehen soll? Wird einfach über unsere Köpfe entschieden wie viel wir an diversen Wellen ertragen müssen. Langzeit Folgen hin oder her! Es gibt ja keine Studie dazu!

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