Philip C. Brunner (SVP): Nein zur Mehrwert-Initiative

    Philip C. Brunner
    Philip C. Brunner

    Region Zug,

    SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner spricht sich gegen die Mehrwert-Initiative aus. Im Gastbeitrag erklärt er, warum auch der Gegenvorschlag keine Alternative ist.

    Philip C. Brunner (SVP)
    Philip C. Brunner (SVP) ist Zuger Kantonsrat und Fraktionspräsident. - SVP Zug

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 18. Mai stimmt der Kanton Zug über die Mehrwert-Initiative ab.
    • Philip C. Brunner (SVP) äussert sich im Gastbeitrag zur Initiative, welche er ablehnt.
    • Auch den Gegenvorschlag hält Brunner für untauglich.

    Am 18. Mai 2025 stehen wir vor einer wegweisenden kantonalen Abstimmung zum Thema Wohnen: Die extreme Mehrwert-Initiative und ihr ebenfalls aggressiver und gefährlicher Gegenvorschlag gefährden den Zuger Wohnungsmarkt und müssen klar abgelehnt werden.

    Stadt Zug
    Am 18. Mai 2025 entscheidet das Zuger Stimmvolk über die kantonale Merhrwert-Initiative. Kantonsrat Philip C. Brunner (SVP) spricht sich im Gastbeitrag gegen die Initiative aus. - keystone

    Beide Vorlagen würden zur Einführung einer Mehrwertabgabe führen, was in der Konsequenz höhere Miet- und Immobilienpreise bedeutet.

    Das trifft nicht nur private Bauherrschaften, sondern auch Wohnbaugenossenschaften, die dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffen möchten, sondern vor allem die Mieter selbst.

    Initiative verschärft die Wohnungsnot

    Solche Abgaben sind kontraproduktiv, da sie Anreize für die Schaffung von neuem Wohnraum erheblich vermindern. Gerade bei uns, wo Wohnraum wie auch andernorts knapp und teuer ist, brauchen wir Lösungen, die das Bauen erleichtern, nicht erschweren.

    Wenn Investoren aufgrund überhöhter Abgaben zögern oder Projekte gar nicht erst realisieren, bleibt der dringend benötigte Wohnraum aus. Dies wird die Wohnungsnot weiter verschärfen.

    baustelle
    Die Mehrwert-Initiative würde zu einer weiteren Verschäfung auf dem Wohnungsmarkt im Kanton Zug führen, meint SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner. (Symbolbild) - Keystone

    Auch die Tatsache, dass Bebauungspläne durch die neuen Abgaben belastet werden, macht die Initiative und den Gegenvorschlag zu gefährlichen Fehlentscheidungen. Bebauungspläne sind ein wichtiges Mittel, um verdichteten Wohnraum zu schaffen, und genau diese Möglichkeit wird durch zusätzliche Kosten ausgebremst.

    Dabei zeigen die erfolgreichen Steuerfusssenkungen der Zuger Gemeinden, dass es finanziell keineswegs nötig ist, durch solche Abgaben weitere Hürden aufzubauen.

    Nein zur Mehrwert-Initiative und dem Gegenvorschlag

    Es gibt keinerlei Notwendigkeit, hier drastische Änderungen vorzunehmen, die mehr Schaden als Nutzen bringen. Selbst die Zuger Einwohnergemeinden sowie zahlreiche Wohnbaugenossenschaften lehnen die Initiative und den Gegenvorschlag entschieden ab.

    Unterstützt du die Zuger Mehrwertinitiative?

    Deshalb gilt: Wer bezahlbaren Wohnraum erhalten und den Kanton Zug wirtschaftlich attraktiv halten will, muss am 18. Mai 2025 ein deutliches Nein zur Mehrwert-Initiative und zum völlig untauglichen Gegenvorschlag in die Urne legen.

    ***

    Zum Autor: Philip C. Brunner (*1955) ist Zuger Kantonsrat. Ausserdem ist er Mitglied des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug. Von Beruf ist er unter anderem Verwaltungsratspräsident der Parkleitsystem Zug AG.

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    Kommentare

    User #1888 (nicht angemeldet)

    War bis heute SVP freundlich, leider bewegt sich die SVP in vielem in die falsche Richtung, kann da nicht mehr dahinter stehen und werde diese auch nicht mehr wählen

    User #2144 (nicht angemeldet)

    Wer die Schweiz zu einem Hort für Millionäre machen möchte und selber in der EU wohnen möchte, möglichst nahe der Grenze, um sich die Brötchen im alten Heimatland zu verdienen, der sagt, NEIN.

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