Franken

    Köniz rechnet für 2027 mit Defizit von knapp 3 Millionen Franken

    Die Gemeinde Köniz hat für das Jahr 2027 ein Budget mit einem Minus von rund drei Millionen Franken präsentiert. Als wesentliche Gründe nannte die Regierung höhere Zahlungen in den kantonalen Lastenausgleich sowie gestiegene Personal- und Sachkosten.

    Der Gemeinderat von Köniz hofft ab 2029 wieder auf schwarze Zahlen. (Symbolbild)
    Der Gemeinderat von Köniz hofft ab 2029 wieder auf schwarze Zahlen. (Symbolbild) - Keystone/GAETAN BALLY

    Der Aufwandsüberschuss sei vor allem auf die um 3,3 Millionen Franken gestiegenen Zahlungen für den kantonalen Lastenausgleich zurückzuführen, teilte der Könizer Gemeinderat am Dienstag mit. Zudem wirke sich das Entlastungspaket des Bundes negativ auf die Gemeinden aus.

    Der Personalaufwand dürfte im Vergleich zur Rechnung 2025 um 3,8 Millionen Franken zunehmen, was einem Anstieg von 6,5 Prozent entspricht. Der Sach- und Betriebsaufwand beläuft sich laut dem Budget auf rund 29,4 Millionen Franken. Über ein Drittel davon stehe im Zusammenhang mit Investitionen.

    Steuereinnahmen steigen

    Eine positive Entwicklung erwartet die Gemeinderegierung hingegen beim Steuerertrag. Budgetiert ist ein Zuwachs um rund 2,3 Millionen Franken respektive 1,5 Prozent auf 153,3 Millionen Franken. Dieser beruhe auf gestiegenen Steuern von natürlichen Personen und einer leichten Zunahme der Wohnbevölkerung bei leicht sinkenden Gewinnen bei den Unternehmen.

    Dank vorhandener Reserven könne der Aufwandsüberschuss getragen werden, hiess es in der Mitteilung weiter. Der Bilanzüberschuss werde per Ende 2027 voraussichtlich rund 26 Millionen Franken betragen und könne mittelfristig wieder leicht geäufnet werden. Die Steueranlage bleibe unverändert bei 1,58.

    Schwarze Zahlen ab 2029

    Für die Folgejahre ab 2029 rechnet die Gemeinde wieder mit Ertragsüberschüssen. Dies erlaube die Finanzierung nötiger Investitionen – wenn auch bei wachsendem Fremdkapitalbedarf. Der Gemeinderat habe nun flankierende Massnahmen definiert, «um künftige Ausgaben zu priorisieren, frühzeitig agieren und die Verschuldung wieder dämpfen und stabilisieren zu können», liess sich Finanzvorsteher Dominic Amacher (FDP) zitieren.

    Das Gemeindeparlament wird das Budget in der Sitzung vom 2. November behandeln. Köniz hat finanziell turbulente Jahre hinter sich. 2022 konnte die Gemeinde die drohende Zwangsverwaltung durch den Kanton gerade noch abwenden. Im letzten Moment stimmte das Volk einer Steuererhöhung auf den heutigen Wert von 1,58 zu.

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