St. Gallen

    Kesb-Fallzahlen bleiben im Kanton St. Gallen stabil

    Die Fallzahlen im Kindes- und Erwachsenenschutz (Kesb) sind im Kanton St. Gallen im vergangenen Jahr stabil geblieben. Sie liegen weiterhin leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Kennzahlenbericht 2025 des Kantons und der neun regionalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden hervor.

    Die Zahl der Massnahmen im Kindes- und im Erwachsenenschutz liegt im Kanton St. Gallen leicht unter dem nationalen Durchschnitt. (Symbolbild)
    Die Zahl der Massnahmen im Kindes- und im Erwachsenenschutz liegt im Kanton St. Gallen leicht unter dem nationalen Durchschnitt. (Symbolbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

    Im Erwachsenenschutz bestanden 2025 insgesamt 5479 Massnahmen für 5465 volljährige Personen. Dies entspricht einer Zunahme von 129 Massnahmen gegenüber dem Vorjahr. Gemessen am Bevölkerungswachstum zeigt sich die Zahl laut Mitteilung seit 2013 nahezu unverändert.

    Erneut gesunken ist die Zahl der umfassenden Beistandschaften, bei denen die Handlungsfähigkeit der Betroffenen vollständig entzogen wird. Sie sank um 69 Fälle.

    Demgegenüber ist bei den individuellen Beistandschaften, etwa Begleit-, Vertretungs- oder Mitwirkungsbeistandschaften, ein Anstieg um 209 Massnahmen zu verzeichnen. Der Kanton führt diese Verschiebung auf die konsequente Umsetzung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit und der Wahrung der Selbstbestimmung zurück.

    Deutlicher Zuwachs bei den Platzierungen

    Im Kindesschutz bestanden für 2967 Kinder und Jugendliche insgesamt 4051 Massnahmen. Dies entspricht einer Zunahme um 91 Massnahmen oder zwei Prozent gegenüber 2024. Damit wurden 2025 zwar für etwas weniger Minderjährige Massnahmen angeordnet, pro betroffene Person jedoch mehr individuelle Massnahmen verfügt.

    Einen deutlichen Zuwachs gab es bei den Platzierungen: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in einer Einrichtung oder bei einer Pflegefamilie untergebracht wurden, stieg um 33 Fälle. Die strafrechtlichen Platzierungen gingen hingegen leicht zurück.

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