Kanton Solothurn fordert Anpassungen am Güterverkehrskonzept
Der Kanton Solothurn hat das aktualisierte Konzept des Bundes für den Schienengüterverkehr kritisiert. Es sind gemäss Regierungsrat grundlegende Anpassungen nötig, da die Vorlage an den Realitäten im Kanton vorbeigeht.

Der Kanton fordere vom Bund eine verkehrsträgerübergreifende Gesamtbetrachtung des Gütertransports, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mit. Das vom Bund vorgelegte Konzept solle die Voraussetzungen schaffen, damit sich Strasse und Schiene optimal ergänzten.
In seiner jetzigen Form werde das Konzept diesem Anspruch nicht gerecht. So eigneten sich die Güterverladestandorte in Grenchen Süd und Olten Hammer nicht mehr für den Güterumschlag. Diese Areale sollten stattdessen für die Siedlungsentwicklung genutzt werden.
Beitrag zur Versorgungssicherheit
Der Kanton Solothurn leiste mit seinen Verteilzentren im Gäu, mit der Verzweigung Härkingen und der Jurasüdfuss-Eisenbahnlinie einen massgeblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der ganzen Schweiz, hiess es. Diese Systemleistung müsse bei künftigen Vorhaben des Bundes angemessen berücksichtigt werden. Zudem solle sich der Bund aktiv an der Erarbeitung eines regionalen Logistikkonzepts im Gäu beteiligen.
Die Forderungen seien auch vor dem Hintergrund der Bundesvorlage «Verkehr '45» zu betrachten. Für den Kanton sei es zentral, dass aufeinander abgestimmte Lösungen für den Güter- und den Personenverkehr gefunden würden.






