Kanton Schwyz rechnet mit Defiziten und baut Reserven ab
Der Kanton Schwyz hat für 2027 ein Minus von 94,4 Millionen budgetiert. Im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans bis 2030 rechnet der Regierungsrat jährlich mit ähnlichen oder höheren Defiziten, die rekordtiefen Steuerfüsse will er aber vorerst beibehalten.

Als Gründe für die Mehraufwände im Jahr 2027 nannte die Regierung unter anderem höhere Beiträge in den Nationalen Finanzausgleich mit 18 Millionen Franken. Zusätzliche Kosten entstünden aber auch bei den Beiträgen für Musikschulen, die Wirtschaftsförderung und Behinderteneinrichtungen, teilte das Finanzdepartement am Donnerstag mit.
Auf Ertragsseite rechnet die Regierung wiederum mit höheren Einkommenssteuern (+18 Millionen Franken), Vermögenssteuern (+7.2 Millionen Franken) sowie einem grösseren Anteil an der direkten Bundessteuer (+7.8 Millionen Franken). Zudem budgetierte sie eine um 12,4 Millionen Franken grössere Ausschüttung der Nationalbank.
Gleichzeitig beantragte der Regierungsrat, die Steuerfüsse für natürliche Personen bei 110 Prozent und für juristische Personen bei 150 Prozent zu belassen. Das ermögliche einen kontrollierten Abbau der Reserven. Das Nettovermögen sinke bis 2030 von 865 Millionen auf 81 Millionen Franken. Das Eigenkapital werde von 946 Millionen auf 482 Millionen Franken reduziert.
Geplant seien jährliche Nettoinvestitionen von bis zu 153 Millionen Franken. Die Gelder flössen unter anderem in Strassenbauprojekte sowie in die Sanierung und den Ausbau von kantonalen Gebäuden wie dem Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach und der Kantonsschule Ausserschwyz.
Für das laufende Jahr rechnet der Kanton mit einem Minus von 65 Millionen Franken. Ursprünglich hatte der Regierungsrat ein Defizit von 88 Millionen Franken vorgesehen – eine Steuersenkung für natürliche Personen eingerechnet. Der Kantonsrat beschloss daraufhin zusätzlich eine Steuersenkung für Unternehmen.






