Jodeln wird in Zürich kein Studienfach
Der Kanton Zürich führt das Studienfach Jodeln nicht ein. Der Kantonsrat hat sich am Montag gegen die Einzelinitiative eines SVP-Kantonsrats ausgesprochen.

Die Einzelinitiative wurde mit nur einer Stimme unterstützt – benötigt hätte sie 60 Stimmen.
Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier von links bis rechts betonten die Bedeutung des Jodelns und seine tiefe Verwurzelung in der Schweizer Kultur. Doch Jodeln passe nicht in ein staatlich finanziertes Hauptfach, fasste Martina Novak (GLP, Zürich) zusammen.
Er sei mit der Steiner Chilbi und Co. aufgewachsen, sagte Thomas Forrer (Grüne, Erlenbach). «Ich mag Jodeln.» Doch es überrasche ihn, dass der Staat aufgerufen werde für ein Problem, das schon längst gelöst sei. Es gebe das Angebot bereit in Luzern. «Weshalb sollte Zürich Luzern in dieser Sache konkurrieren?», fragte er. Es brauche keine Doppelförderung.
Tatsächlich wäre eine Premiere ein Jodel-Studium in Zürich nicht gewesen. In Luzern gibt es bereits seit 2018 die Möglichkeit, Jodeln als Hauptfach zu studieren. Im vergangenen Jahr schloss die erste Jodel-Studentin ihr Masterstudium ab. Seit Dezember 2025 ist Jodeln zudem Unesco-Weltkulturerbe.
Beim Initianten der Einzelinitiative handelt es sich um den Bülacher SVP-Präsidenten Stefan Basler. Er ist selber aktiver Jodler und seit 2011 im Jodelklub.
Dass Jodelvereine neu gegründet würden, sei mittlerweile eher die Ausnahme, schrieb er in seiner Einzelinitiative. Die Tendenz gehe eher Richtung Abnahme. Gemäss Basler fehlt aber nicht nur der Nachwuchs. Auch Dirigentinnen und Dirigenten seien rar.
Deshalb wollte er, dass der Kanton Zürich an einer seiner Ausbildungsstätten einen Lehrgang in Jodeln einführt, insbesondere für Dirigentinnen und Dirigenten.






