Initiative fordert Ausbau der Jugendpsychiatrie im Kanton Luzern
Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen sollen im Kanton Luzern rascher präventiv und akut behandelt werden. Dies verlangt eine Volksinitiative, welche die Juso Luzern am Samstag lanciert hat.

Die Initiative will gemäss einer Mitteilung der Partei mehrere Ziele erreichen. So sollen psychische Probleme so früh erkannt und behandelt werden, dass sie sich nicht zu einer chronischen Erkrankung entwickeln. Deswegen sollen auch Lehrerinnen und Lehrer entsprechend weitergebildet werden.
Zudem sollen die Wartezeiten für eine Behandlung verkürzt werden, damit die Kinder und Jugendlichen rasch Hilfe erhalten. Die Initianten streben für Fälle, die keine sofortige Behandlung verlangen, eine Frist von maximal vier Wochen an. Heute seien es bis zu sechs Monaten, erklärte die Juso. Sie fordert deswegen auch mehr Fachpersonal.
Der Kanton Luzern habe zu wenig in die Gesundheitsversorgung investiert, kritisierte die Juso. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen habe in der Politik jahrelang nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
Damit die Initiative zustande kommt, muss sie von 4000 Stimmberechtigten des Kantons Luzern unterschrieben werden. Die Juso kann beim Sammeln auf die Unterstützung der SP, der Grünen, von mehreren Jungparteien, der Pro Juventute und von Berufsverbänden zählen.






