In Graubünden wurden im September 17 Wölfe erlegt

    Keystone-SDA Regional
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    Chur,

    Die autorisierte Jägerschaft sowie die Wildhut haben im September insgesamt 17 Wölfe erlegt. Während der Hochjagd schossen Jägerinnen und Jäger ausserdem überdurchschnittlich viele Gämsen, aber verhältnismässig wenige Hirsche.

    Seit dem 1. September läuft in Graubünden die Wolfsregulation. Bisher wurden 17 Wölfe erlegt. (Symbolbild)
    Seit dem 1. September läuft in Graubünden die Wolfsregulation. Bisher wurden 17 Wölfe erlegt. (Symbolbild) - Keystone/DPA/ARMIN WEIGEL

    Von den 17 Wolfsabschüssen gingen gemäss dem Abteilungsleiter Grossraubtiere des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei, Arno Puorger, sieben auf das Konto der rund 3150 autorisierten Jägerinnen und Jäger. Insgesamt sind gemäss Puorger aktuell 61 Wölfe zur Regulierung freigegeben, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte.

    Die Wolfsregulation begann am 1. September und dauert noch bis höchstens Ende Januar. Autorisierte Jägerinnen und Jäger können sich während der Hoch- und der Sonderjagd an der Wolfsregulation beteiligen.

    Gute Bedingungen für Gämsjagd

    Im September geht in Graubünden traditionell die Hochjagd über die Bühne. In dieser Zeit dürfen beispielsweise Hirsche und Rehe geschossen werden. Für den Abteilungsleiter Wild und Jagd des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei, Lukas Walser, fällt die Jagdbilanz «angesichts der sehr warmen Temperaturen und des schönen Wetters» positiv aus. Die Jagdbedingungen seien für die Gämsjagd optimal gewesen, wie die ersten Hochrechnungen zeigen: «Mit rund 3070 Gämsen wurde eine hohe Strecke erreicht.» 2025 waren es nach der Hochjagd rund 200 weniger.

    Ausserdem wurden im September rund 2400 Rehe erlegt – was leicht weniger als im Vorjahr ist, aber gemäss Walser trotzdem etwa dem Durchschnitt entspricht. Beim Hirsch wurden mit 2900 Tieren wesentlich weniger erlegt als in den Vorjahren. «Für die Abschussplanerfüllung ist dabei aber positiv, dass der Abschuss an weiblichen Hirschen ähnlich hoch ist wie im Vorjahr und insbesondere weniger männliche Hirsche erlegt wurden», so Walser.

    Dass gesamthaft weniger Hirsche als in anderen Jahren erlegt wurden, führt Walser auf die extrem trockenen und warmen Bedingungen zurück. Denn: Während das für die Gämsjagd eher positiv sei, seien das für die Hirschjagd eher ungünstige Bedingungen.

    Tragischer Zwischenfall während Hochjagd

    Die Hochjagd in Graubünden wurde aber auch von einem tragischen Zwischenfall überschattet: Am 8. September kam in unwegsamem Gelände in der Val Lumnezia bei einem Absturz ein 66-Jähriger ums Leben. Zu einem aussergewöhnlichen Zwischenfall kam es ausserdem in Avers GR, als ein Jäger am 6. September ein Pferd auf einer Wiese erschoss, weil er es für einen Hirsch hielt. Dem Jäger wurde das Jagdpatent noch vor Ort entzogen.

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    Kommentare

    User #5141 (nicht angemeldet)

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