Im Kanton Luzern soll es bis 2042 über 900 Kilometer Velowege geben
Im Kanton Luzern soll der Ausbau des Velowegnetzes beschleunigt werden. Der Regierungsrat hat das kantonale Velokonzept und die dazugehörige Gesetzgebung überarbeitet. Bis am 16. Juni können Interessierte im Rahmen der Vernehmlassung dazu Stellung nehmen.

Das Radroutenkonzept des Kantons Luzern ist rund 30 Jahre alt. Letztmals wurde es 2009 aktualisiert. Die Gesetzgebung des Bundes verlangt, dass die Kantone ihre Velowegnetze bis 2042 realisieren. Der Regierungsrat nahm dies, sowie Aufträge des Kantonsrats, zum Anlass, sein Velokonzept zu überarbeiten,
Das neue Konzept sehe total 910 Kilometer Velowege vor, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Dabei gelte der Grundsatz, dass jede Gemeinde über mindestens eine kantonale Veloverbindung erreichbar sei.
Der Regierungsrat hofft, dass dank eines grösseren Velowegnetzes mehr Personen Rad fahren werden. Der Anteil des Velos am Verkehr solle von 7,7 Prozent im Jahre 2021 auf 15 Prozent im 2035 gesteigert werden.
Potential, das Velo zu benutzen, sieht der Regierungsrat vor allem dort, wo viele Menschen leben. Strecken bis zu fünf Kilometer liessen sich gut mit dem Velo zurücklegen, erklärte er, mit dem E-Bike auch solche bis 15 Kilometer.
Um das Konzept umzusetzen, rechnet der Regierungsrat mit Kosten von 700 Millionen Franken. 60 Prozent soll der Kanton übernehmen, 40 Prozent die Gemeinden. Noch offen ist, wie die Gemeinden ihre Kosten untereinander aufteilen.
Die Umsetzung des kantonalen Velowegnetzes bis 2042 sei ambitioniert, teilte die Staatskanzlei mit. Es würden Priorisierungen und eine Koordination mit anderen Strassenbauvorhaben nötig sein.
Die Staatskanzlei geht davon aus, dass der Regierungsrat das Velokonzept im Herbst zuhanden des Kantonsrats verabschieden kann.






