IG Kanton Uri fordert weitere Massnahmen gegen Ausweichverkehr
Die IG Kanton Uri fordert in einer Petition und einem offenen Brief weitere Massnahmen gegen den Ausweichverkehr. Wer mit dem Auto Richtung Gotthard unterwegs ist, soll nicht nur in Erstfeld, sondern auch in Amsteg konsequent auf die Autobahn zurückgewiesen werden.

Der Ausweichverkehr auf der Kantonsstrasse sei «untragbar» für die Anwohnenden, schrieb die IG Kanton Uri auf der Website der Online-Petition. Diese wies am Freitagvormittag über 7600 Unterschriften auf.
Ebenso sollen Verkehrsteilnehmende, die über den Gotthardpass fahren wollen, bis Göschenen auf der Autobahn A2 verbleiben, auch wenn dies längere Staus zur Folge hat, forderte die IG weiter.
Staut sich der Verkehr auch auf der Kantonsstrasse, schränke dies Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr oder Polizei bei Notfällen ein. Auch der Velo- und der Fussverkehr würden durch die Kolonne an Autos behindert, erläuterte die IG weiter.
In einem offenen Brief, der am Freitag zunächst von der «Urner Zeitung» veröffentlicht wurde, geht die IG noch weiter: Sie fordert ein Verbot des Transitverkehrs auf den Kantonsstrassen im Kanton Uri. Davon soll der Kanton als «Lebens-, Kultur- und Wirtschaftsraum» profitieren und die Bevölkerung entlasten. Die IG richtete zudem acht Fragen zu bisherigen und allfälligen künftigen Massnahmen im Verkehrsmanagement an die Verantwortlichen von Bund und Kanton.
Zuletzt organisierte die IG Kanton Uri am Samstag, 18. Juli, eine Protestaktion in Amsteg gegen den Ausweichverkehr. Rund 60 Personen liefen dabei koordiniert über den Fussgängerstreifen und hielten den Verkehr auf. Sie zeigten Plakate mit Slogans wie «Es stinkt uns!» und trugen Urner Fahnen.
Im Nachgang kritisierte die Organisation, dass Polizei und Verkehrssicherheitsdienst am Tag der Aktion den Verkehr bei der Ausfahrt Amsteg auf die Autobahn zurückgeführt haben, obschon diese Massnahme zuvor als nicht umsetzbar abgelehnt worden sei. Deren Umsetzung habe jedoch gezeigt, welchen entscheidenden Einfluss die Verkehrslenkung bei Amsteg auf die Verkehrsverteilung im Kanton habe, hiess es dazu im offenen Brief.






