Geopolitik und Energiepreise machen Solothurner Firmen Sorgen

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Solothurn,

Vor allem die Energie- und Rohstoffpreise bereiten den Solothurner Unternehmen Kopfzerbrechen. Dies zeigt der aktuelle Sorgenbarometer der beiden Wirtschaftsverbände Solothurner Handelskammer (SOHK) und KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn (KGV SO).

Die Solothurner Unternehmen bezeichnen heuer die Energie- und Rohstoffpreise (im Bild ein Tanklager) als ihre grösste Sorge. (Archivbild)
Die Solothurner Unternehmen bezeichnen heuer die Energie- und Rohstoffpreise (im Bild ein Tanklager) als ihre grösste Sorge. (Archivbild) - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Auf einer Skala von 1 (keine Sorgen) und 10 (grosse Sorgen) haben die befragten Firmen die Energie- und Rohstoffpreise mit einem 6,9 beziffert. Diese sind wegen des Kriegs im nahen Osten in letzter Zeit sprunghaft angestiegen. Auch die geopolitische Konflikte (6,6) und der Konjunktureinbruch (6,2) belegen Ränge weit oben im Sorgenbarometer.

Die Sorge um Bürokratie und Vorschriften sei zwar im Vergleich zum Vorjahr durch die angespannte geopolitische Lage von der Spitzenposition verdrängt worden, heisst es in der Medienmitteilung zum Sorgenbarometer. Sie gehöre aber mit einem Wert von 6,3 immer noch zu den Top drei. «Immer umfangreicher werdende regulatorische Anforderungen, Vorschriften und Normen behindern die Solothurner Wirtschaft in ihrer Entwicklung.»

Der Mangel an Fachkräften belegte 2024 noch den zweiten Platz im Sorgenranking. Die geopolitischen Herausforderungen und ihre Folgen haben den Fachkräftemangel als Sorge überholt. «Er bleibt aber trotz aktuell schwieriger konjunktureller Lage eine Herausforderung für die Unternehmen im Kanton Solothurn», heisst es weiter in der Mitteilung.

Das allgemeine Sorgenniveau komme mit 5,1 Punkten auf einen mittleren Wert, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist.

Nach 2022, 2024 und 2025 haben die beiden Wirtschaftsverbände SOHK und KGV SO zum vierten Mal ihre Mitgliederfirmen über ihre Sorgen befragt. Abgefragt wurde das allgemeine Sorgenniveau der Unternehmen und das Sorgenbarometer für 16 Teilbereiche. Die Umfrage fand im April statt. 182 Unternehmen haben teilgenommen. Im Vorjahr waren es 264.

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