Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Zeckensaison
Klein, aber potenziell gefährlich: Mit steigenden Temperaturen werden Zecken in der Schweiz wieder aktiv. Wo sie vorkommen, welche Krankheiten sie übertragen und wie man sich schützt – die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Eine Zecke wird gerade einmal bis zu viereinhalb Millimeter gross. Trotzdem, oder vielleicht deswegen, verbreitet sie Unsicherheit. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Zeckensaison.
Wann und wo treten Zecken auf?
Zecken fallen in eine Winterstarre. Ab sieben Grad Celsius werden sie aktiv. Mittlerweile kommen sie in der gesamten Schweiz, ausser dem Tessin, vor. Die Zecken leben in Laub- und Mischwäldern, auf Sträuchern, Büschen, aber auch im hohen Gras. Da sie sich von Tier- und Menschenblut ernähren, warten sie auf niedrigen Pflanzen von bis zu anderthalb Metern Grösse auf einen geeigneten Wirt.
Das Bakterium Borrelien und der Virus FSME werden von Zecken übertragen. Welche Krankheiten können sie auslösen?
Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den häufigsten gehören Borrelien (Bakterien) und das FSME-Virus, wie Henrik Berthel, Kantonsarzt beider Appenzell, schreibt. Borrelien verursachen die Lyme-Krankheit (Borreliose). Das FSME-Virus verursacht die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine Erkrankung von Hirn und/oder Hirnhäuten.
Wie kann man sich gegen Zecken schützen?
Generell wird bei Ausflügen in die Natur zum Tragen von langer, heller Kleidung und geschlossenen Schuhen geraten. Ein zusätzlicher Schutz bieten Zeckensprays. Ämter und Vereine empfehlen ausserdem – besonders Personen, die die sich beruflich oder in der Freizeit häufig in der Natur unterwegs sind – zu einer FSME-Impfung.
Spürt man Zeckenstiche? Wie weiss man, dass man gestochen wurde?
Laut Henrik Berthel spürt man den Stich in der Regel nicht. Ist die Zecke nicht mehr am Körper, ist ein Stich deswegen nicht immer eindeutig und deswegen nur schwer nachweisbar. Manchmal zeigen sich lokale Rötungen. Als typisch für die Borreliose gelten ein sich ausbreitender, «wandernder» roter Ring (Erythema migrans).
Was tun, wenn man feststellt, dass man von einer Zecke gestochen wurde?
Dann soll die Zecke entfernt und die betreffende Stelle desinfiziert werden. Ausserdem wird empfohlen, das Datum des Stichs zu notieren und die Hautstelle sowie den Gesundheitszustand zu beobachten. Bei Bedarf – insbesondere bei Rötung, Erythema migrans, grippeähnlichen Symptomen oder neurologischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Lähmungen oder Bewusstseinsstörungen muss der Hausarzt aufgesucht werden.
Sind die Krankheitsverläufe immer gleich?
Die Krankheitsverläufe können sich wesentlich unterscheiden: nach der eigentlich übertragenen Krankheit und einer Vielzahl individueller Faktoren wie Alter, Vorerkrankungen und Zeitpunkt der Behandlung.






