Appenzellerland

Bund bewilligt Grundlagen für Ausserrhoder Windkraftprojekte

Keystone-SDA Regional
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Herisau,

Der Bund hat sechs Gebiete für Windkraftanlagen im überarbeiteten Richtplan von Appenzell Ausserrhoden genehmigt. Damit werden gemäss Kanton die Planungsgrundlagen für potentielle Investoren geschaffen. Konkrete Projekte sind noch keine eingereicht worden.

Der Richtplan von Appenzell Ausserrhoden sieht sechs Gebiete für Windkraftanlagen vor. Der Bund hat keine Einwände gegen diese. (Symbolbild)
Der Richtplan von Appenzell Ausserrhoden sieht sechs Gebiete für Windkraftanlagen vor. Der Bund hat keine Einwände gegen diese. (Symbolbild) - KEYSTONE/APA/APA/HARALD SCHNEIDER

Nach der Bewilligung des Bundes kann der Ausserrhoder Regierungsrat die Richtplananpassung auf den 1. März in Kraft setzen, wie er am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb. Materielle Änderungen am überarbeiteten Richtplan, welchem der Kantonsrat bereits im September 2025 zugestimmt hatte, nahm der Bund keine vor. Die Anpassungen erfüllen die Anforderungen des Bundes respektive des nationalen Raumplanungs- und Energiegesetzes.

Der angepasste Richtplan sieht insgesamt sechs sogenannte Windeignungsgebiete vor. Drei Standorte in Gebieten der Gemeinden Urnäsch, Gais/Trogen sowie Trogen/Wald sind der Prioriät A zugeordnet. In Teufen, Walzenhausen/Wolfhalden und Heiden/Rehetobel/Wald befinden sich zudem drei Gebiete mit Priorität B.

Letztere drei Gebiete gelten als Reserve. «Das kantonale Ausbauziel im Bereich Windenergie soll über die Eignungsgebiete der Priorität A erreicht werden», heisst es in der Mitteilung weiter.

Mit der Richtplananpassung auf den 1. März haben Investorinnen und Investoren die Möglichkeit, Windpärke zu projektieren. Kantonale Nutzungsplanungen für einzelne Projekte sind gemäss dem Kanton noch keine beantragt worden.

Kommentare

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Richtig so. Windenergieanlagen liefern Winterstrom für die Schweiz. Für Windenergieanlagen sind die Wintermonate die ertragreichsten. An sonnigen Tagen ist es in den Bergen nur selten windstill. Während der Wind nachmittags das Tal hinauf in Richtung Berg weht, strömt jeweils in der Nacht und am Morgen kühle Luft aus den Bergen ins Tal. Dann weht in der Schweiz der meiste Wind und es können grosse Mengen Strom produziert werden. Österreich, wie die Schweiz ein Alpenland, macht es vor. Dort fallen bereits 12% des Strommix auf Windenergie. In der Schweiz sind es weniger als 0,5%. Im Rahmen starker Tiefdruckgebiete können in der ganzen Schweiz Windgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr auftreten und mehrere Stunden bis Tage anhalten. Die Windgeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren weltweit um gut 7% zugenommen. Die Schweiz weist im Jura, in den Voralpen, auf einigen Graten und in einigen Tälern der Alpengünstige günstige Standorte auf. In der Schweiz werden Windrichtung und -stärke stark von der Topografie beeinflusst, vor allem in den Alpen. Der Windpark Juvent auf dem Mont Crosin deckt den Haushaltstromverbrauch von rund 70'000 Personen. Unter Berücksichtigung von Naturschutz und Klimaschutz sind 215 bis 310 Windenergie-Anlagen in der Schweiz sinnvoll und realisierbar.

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