Bistum St. Gallen will mehr Frauen in der Leitung

Mit einem Mentoring-Programm wollen die Bistümer Basel und St. Gallen die Zahl der Frauen in Führungsfunktionen erhöhen. Die männlich geprägte Organisationskultur solle weiterentwickelt werden, heisst es in der Mitteilung.

Das Bistum St. Gallen will mehr Frauen in Führungspositionen und startet im Herbst ein Förderprogramm. (Archivbild)
Das Bistum St. Gallen will mehr Frauen in Führungspositionen und startet im Herbst ein Förderprogramm. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Das Programm wurde aus Deutschland übernommen und dauert jeweils zwölf Monate. Start ist im Oktober 2026. Es gehe um Diversität, passende Strukturen und um die Personalentwicklung der Kirche in den kommenden Jahren, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung der Bistümer Basel und St. Gallen vom Dienstag.

Zum Konzept gehört, dass eine interessierte Frau – eine «Mentee» – zusammen mit einer erfahrenen Führungsperson ein Tandem bildet, das jeweils bistumsübergreifend zusammengestellt wird. Geplant sind Seminare, Intervision, Online-Formate und ein eigenes Praxisprojekt. Angekündigt wird eine «vertrauensvolle Lernpartnerschaft», die auf Erfahrungsaustausch und persönlicher Entwicklung basiere.

Ein erstes Treffen von Mentees und Mentorinnen hat bereits stattgefunden. Dort fanden sich vier Tandems. Die Kosten für dieses erste Programm werden von den beiden Bistümern getragen.

Mit dem Projekt solle der Anteil der Frauen in Führungspositionen in der katholischen Kirche erhöht werden. Ein weiteres Ziel sei «eine Auseinandersetzung mit der männlich geprägten Organisationskultur», heisst es in der Mitteilung.

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