Betreute Wohnungen für gewaltbetroffene Frauen im Kanton Solothurn
Der Kanton Solothurn stellt neue, betreute Übergangswohnungen für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder bereit. Diese sollen eine Lücke schliessen: Nach dem Aufenthalt in Frauenhäusern fehle oft eine Anschlusslösung, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Der Kanton wird Übergangswohnungen der Stiftung Schmelzi zur Verfügung stellen. Die Regierung hat das Amt für Gesellschaft und Soziales ermächtigt, mit der Stiftung eine entsprechende Leistungsvereinbarung abzuschliessen.
Das Angebot richtet sich an Frauen, die das Frauenhaus verlassen können, jedoch weiterhin Unterstützung im Alltag, bei der Wohnungs- und Stellensuche sowie bei der Verarbeitung von Gewalterfahrungen benötigen. Das Angebot soll ihnen den Übergang in ein selbständiges Leben erleichtern und die Frauenhäuser entlasten, wie es im Communiqué heisst.
Es handelt sich um ein Pilotprojekt bis am 30. April 2028. Vorgesehen ist ab Mai 2026 zunächst eine Wohnung für zwei Frauen mit Kindern. Bei Bedarf kann das Angebot auf zwei Wohnungen mit insgesamt vier Plätzen ausgebaut werden. Die Stiftung Schmelzi bietet bereits heute Wohnangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Der Kanton will dieses Angebot erweitern und beteiligt sich mit einer Defizitgarantie am Pilotprojekt.






