Berner Regierungsrat lehnt kostenlose Kitas ab
Der Berner Regierungsrat will keine kostenlosen Kitas. Eine vollständige Übernahme der Betreuungskosten würde die Kantonsfinanzen zu stark belasten.

Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Regierungsrats auf eine Motion von drei Mitgliedern der SP und der Grünen hervor. Er empfiehlt dem Grossen Rat, den Vorstoss abzulehnen.
Allein für die aktuellen Beziehenden von Betreuungsgutscheinen entstünden dem Kanton und den Gemeinden jährliche Mehrkosten von über 160 Millionen Franken. Die Regierung weist weiter darauf hin, dass sich die finanzpolitischen Perspektiven für die kommenden Jahre deutlich verschlechtert hätten.
Das heutige einkommensabhängige Gutscheinsystem fördere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zielgerichtet. Der Kanton setze zudem ohnehin bereits beschlossene Ausbauschritte im Betreuungswesen um.
Die Motion verlangte, Kitas als Service public einzustufen. Die Dienstleistungen sollten für die Familien analog zu den Schulen komplett unentgeltlich ausgestaltet werden.
Die Vorstösserinnen begründeten ihr Anliegen unter anderem mit der trotz Subventionen erheblichen Belastung für Familien. Auch stehe der Kanton gut genug da, um die familienergänzende Kinderbetreuung richtig zu stärken.






