Stadt Bern

    Berner Rassismus-Fachstelle hatte 2025 so viel zu tun wie noch nie

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Bern,

    Die Berner Rassismus-Beratungsstelle «Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus» (Gggfon) hat vergangenes Jahr so viele Erstkontakte verzeichnet wie nie zuvor. Die Zahl der Erstkontakte stieg verglichen mit dem Vorjahr um gut 100 auf 708.

    Das Berner Informations- und Beratungsangebot Gggfon verzeichnete vergangenes Jahr so viele Kontaktaufnahmen wie noch nie zuvor. (Symbolbild)
    Das Berner Informations- und Beratungsangebot Gggfon verzeichnete vergangenes Jahr so viele Kontaktaufnahmen wie noch nie zuvor. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Dieser Anstieg ergab sich in erster Linie aus vermehrten Anfragen zum Angebot, wie aus dem Jahresbericht der Organisation hervorgeht. Die Anzahl gemeldeter Vorfälle blieb derweil mit 303 verglichen mit dem Vorjahr fast unverändert. 280 dieser Vorfälle galten als qualifizierte Meldungen im Bereich Rassismus.

    Bei der statistischen Erfassung nach Diskriminierungsformen bildete der Anti-Schwarze Rassismus mit einem Anteil von einem Viertel erneut die grösste Kategorie. Es folgen Fremdenfeindlichkeit sowie Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Ein knappes Drittel der gemeldeten Vorfälle ereignete sich laut dem Jahresbericht im öffentlichen Raum, gefolgt von den Kategorien Bildung und Staat mit einem Anteil von je einem Fünftel.

    In 168 Fällen leistete das Gggfon in der Folge psychosoziale Beratung, wie es im Jahresbericht weiter heisst. In 96 Fällen folgten unterstützende Leistungen. 107 Fälle forderten eine Auskunft oder Information und bei 31 Meldungen kam es zu einer Intervention oder Mediation.

    Ausserdem verzeichnete das Gggfon im Berichtsjahr 262 Einsätze vor Ort. Davon entfielen 81 auf Schulen. So führte die Fachstelle unter anderem 46 Zivilcourage-Kurse an Schulen sowie 28 Klasseninterventionen durch. Ein spürbarer Trend sei dabei die zunehmende Etablierung des Angebots in ländlichen Regionen gewesen.

    Unterstützt wird das Projekt Gggfon von der Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion, von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Bundes und von 42 Berner Mitgliedsgemeinden. Das Angebot besteht seit rund 25 Jahren.

    Kommentare

    User #4322 (nicht angemeldet)

    Fachstelle schliessen und Geld in AHV

    User #5711 (nicht angemeldet)

    Fachstelle schliessen, Kosten sparen.

    Weiterlesen

    Thomas Matter
    66 Interaktionen
    Nächste Absage
    «Halal und die Doppelmoral»
    191 Interaktionen
    Fleisch-Debatte

    MEHR AUS STADT BERN

    Pierre Alain Schnegg
    660 Interaktionen
    «Bringe viel Erfahrung»
    Chiesa Schnegg
    660 Interaktionen
    Zwei neue Kandidaten
    Gewalt
    1 Interaktionen
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern