Bei jedem fünften Testkauf erhielten Berner Jugendliche Zigis
Im Kanton Bern haben Minderjährige bei Testkäufen in jedem fünften Fall Tabak- und Nikotinprodukte kaufen können. Das ergab die Auswertung von 109 Tests des Blauen Kreuzes im vergangenen Jahr.

Insgesamt kam es 2025 in 22 Fällen zu einem widerrechtlichen Verkauf an Minderjährige, wie das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg am Dienstag in einer Mitteilung schrieb. Zwar sei in rund 67 Prozent der Testkäufe ein Ausweis verlangt und in rund 20 Prozent der Fälle nach dem Alter gefragt worden. Dennoch habe in rund 18 Prozent der Testkäufe keine Altersüberprüfung stattgefunden.
Auch sei in einem Drittel der Fälle an den getesteten Verkaufsstellen keine sichtbaren Hinweise in Bezug auf die geltenden Jugendschutzbestimmungen ersichtlich gewesen, schrieb das Blaue Kreuz weiter.
Im Jahr 2024 betrug die Verkaufsquote bei Tabak- und Nikotinprodukten noch knapp 34 Prozent. Den Rückgang der Verkaufszahlen führt das Blaue Kreuz auf das neue Tabakproduktegesetz zurück.
Bei den Testkäufen befand sich immer eine erwachsene Begleitperson in der Nähe, wie es weiter hiess. Das Blaue Kreuz führte die Testverkäufe im Auftrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern durch.






