Appenzellerland

Appenzell Innerrhoden muss Abstimmungsresultat korrigieren

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Appenzell,

Ein von Appenzell Innerrhoden weitergemeldetes Ergebnis zu einer der Abstimmungsvorlagen vom Sonntag muss um zehn Stimmen korrigiert werden. Der Fehler geschah bei der manuellen Übertragung der Stimmenzahl. Bis 2027 soll ein «elektronisches Abstimmungsinstrument» eingeführt werden.

In Appenzell Innerrhoden musste ein Abstimmungsergebnis vom letzten Sonntag korrigiert werden. (Archivbild)
In Appenzell Innerrhoden musste ein Abstimmungsergebnis vom letzten Sonntag korrigiert werden. (Archivbild) - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Im Bezirk Appenzell sei es zu einem Fehler bei der Erfassung der Abstimmungsresultate gekommen, teilte die Ratskanzlei am Mittwoch mit. Bei der manuellen Übertragung der Stimmen zum Gegenentwurf zur Initiative «Bargeld ist Freiheit» vom Zählbogen auf das Hilfsformular sei eine Ja-Stimmenzahl «trotz Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips» falsch übernommen worden.

Das Gesamttotal von 1553 Ja-Stimmen fiel deshalb um zehn Stimmen zu tief aus. Die falsche Meldung des Bezirks wurde vom Kanton übernommen und an den Bund weitergemeldet, der die Diskrepanz am Montag bemerkte.

Das korrekte Ergebnis laute 1563 Ja-Stimmen zu 556 Nein-Stimmen bei 63 Eingaben ohne Antwort für den direkten Gegenentwurf zur Initiative «Bargeld ist Freiheit». Am Abstimmungsresultat ändere sich nichts. Der direkte Gegenentwurf sei deutlich angenommen worden.

Die Standeskommission habe bereits an ihrer Sitzung vom 3. März beschlossen, die Einführung eines geeigneten elektronischen Abstimmungsinstruments zu prüfen, heisst es in der Mitteilung. Ziel sei es, «Fehlerquellen zu minimieren, standardisierte Prozesse einzuführen und Ergebnisse so weit wie möglich vor der Übermittlung an den Bund mathematisch zu plausibilisieren».

Bisher seien die Ergebnisse auf Excel-basierten Tabellen per Mail von den Bezirken an den Kanton gesandt worden, erklärte Ratsschreiber Roman Dobler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bei gängigen elektronischen Abstimmungsinstrumenten würden die Zahlen direkt ins System oder in ein Portal eingegeben. In der Regel könne die Software auch eine Plausibilitätskontrolle vornehmen. Ein Fehler, wie derjenige vom Sonntag, wäre nicht möglich gewesen, so Dobler.

Bisher wurde erst der Grundsatzentscheid für die Anschaffung eines solchen Systems unter Einbezug der Bezirke gefällt. Nun werden die verschiedenen Möglichkeiten geprüft. Danach sei es allenfalls auch noch eine Frage der Kosten.

Betroffen von der Änderung wären die Zählbüros in den Bezirken sowie das kantonale Zählbüro. Für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger würde sich nichts ändern. Die Einführung des neuen Systems in Appenzell Innerrhoden soll spätestens bis zu den Nationalratswahlen im Herbst 2027 abgeschlossen sein.

Kommentare

User #918 (nicht angemeldet)

Das zum Thema ehrliche und korrekte Abstimmungen

Weiterlesen

sdf
166 Interaktionen
Postauto-Brand
Lara Baumgartner
Busbrand in Kerzers

MEHR AUS APPENZELLERLAND

Herisau AR
Herisau AR
2 Interaktionen
Herisau
Säntis
3 Interaktionen
Appenzell
5 Interaktionen
Vor FDP