Antifa-Verbot ist für DJB weder sinnvoll noch verhältnismässig

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Demokratischen Juristinnen und Juristen Bern (DJB) haben die vom Grossen Rat geforderte Prüfung eines Antifa-Verbots scharf kritisiert. Ein solches Verbot sei weder sinnvoll noch verhältnismässig und führe zu erheblicher Rechtsunsicherheit.

Die Antifa am vergangenen Samstag vor dem Berner Rathaus. (Archivbild)
Die Antifa am vergangenen Samstag vor dem Berner Rathaus. (Archivbild) - Keystone-SDA / Christian Zingg

Das teilte die Organisation am Donnerstag mit. Für strafbare Handlungen im Rahmen von Demonstrationen wie Sachbeschädigung, Tätlichkeit oder Landfriedensbruch stünden bereits heute ausreichende gesetzliche Mittel zur Verfügung. Ein pauschales Verbot sei daher nicht notwendig.

Zudem fehle es der Antifa an einer klaren Organisationsstruktur. Auch der Bundesrat habe kürzlich festgehalten, dass es sich um kein festes Gebilde, sondern um ein loses, heterogenes Netzwerk handle.

Ein Verbot setze gemäss dem Nachrichtendienstgesetz eine konkrete Bedrohung der inneren oder äusseren Sicherheit sowie einen entsprechenden Beschluss der Uno voraus. Beide Bedingungen seien nicht erfüllt.

Sollte die Antifa verboten werden?

Die DJB warnten vor sogenannten Gesinnungsverboten, welche die Demokratie gefährdeten. Ein Verbot einer unklar abgrenzbaren Bewegung würde es in das Ermessen der Behörden stellen, wer erfasst wird, und könnte auch friedlich engagierte Menschen einschüchtern.

Das Berner Kantonsparlament hatte am Mittwoch eine Motion von Thomas Fuchs (SVP) überwiesen, wonach der Bund nochmals ein Verbot der Antifa prüfen soll. Der Regierungsrat hatte den Vorstoss zur Annahme empfohlen.

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Kommentare

User #4522 (nicht angemeldet)

Interessant ist immer der Hinweis auf eine "mangelnde Organisation"! Z.B. wurde ende Mai eine Antifakundgebung in Bern durch Zupflastern der Stadt durch Antifaplakate! Nur; diese Plakate mussten von irgendwem verteilt werden; vorher musste man sie drucken, somit eine Druckerei beauftragen; die Druckereikosten mussten beglichen werden, also Kostenvoranschläge eingeholt, Geldüberweisungen, professionelle Aufträge werden heute ausnahmslos durch Banküberweisungen beglichen! Und das alles ohne eine Organisation?

User #4891 (nicht angemeldet)

Und was meinen die "UnDJB" dazu???

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