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    Alex Haslimann (SVP): Lasten der Finanzierung fair verteilen

    Alexander Haslimann
    Alexander Haslimann

    Region Zug,

    SVP-Kantonsrat Alexander Haslimann hält die geplante Anpassung des Verteilschlüssels für die OECD-Mindestbesteuerung nicht für fair. Ein Gastbeitrag.

    Alexander Haslimann
    Alexander Haslimann ist Kantonsrat von Zug und Präsident der SVP Risch-Rotkreuz. - SVP Kanton Zug

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die geplante Änderung bei der OECD-Mindestbesteuerung sei nicht fair.
    • Die Lasten der Finanzierung der Armee sei von allen Kantonen zu tragen, sagt Haslimann.
    • Reiche Kantone wie Zug und Zürich müssten neu die Hauptlast tragen.
    • Die Finanzierung der Armee sei aber wichtig und richtig, sagt Alexander Haslimann (SVP).

    Die geplante Änderung des Verteilschlüssels für die Einnahmen aus der OECD-Mindestbesteuerung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch und birgt erhebliche Risiken für die Glaubwürdigkeit unserer politischen Institutionen. Besonders die vorgeschlagene Umverteilung zugunsten des Bundes und die Zweckbindung für die Armee werfen gravierende Fragen auf.

    Zunächst ist zu bedenken, dass der Verteilschlüssel von 75 Prozent für die Kantone und 25 Prozent für den Bund ein demokratisch abgestützter Kompromiss ist, der in der Volksabstimmung von Juni 2023 breite Zustimmung fand. Die nun geplante Revision mit der Begründung, die Ausgangslage habe sich verändert, untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in verbindliche politische Entscheidungen.

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    SVP-Kantonsrat Alexander Haslimann sieht die geplante Anpassung des Verteilschlüssels für die Einnahmen aus der OECD-Mindestbesteuerung kritisch. (Symbolbild) - keystone

    Die Argumentation, dass manche Kantone – insbesondere Zug – nicht mehr wüssten, wohin mit den Mehreinnahmen, erscheint realitätsfern. Gerade mit Blick auf die jüngsten Zahlen aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) wird deutlich, dass die finanziellen Verhältnisse zwischen den Kantonen äusserst ungleich sind. Von den insgesamt 26 Kantonen sind es lediglich sechs Geberkantone, die den NFA massgeblich tragen, während die übrigen Kantone Empfänger sind.

    Schweizer Armee ist eine nationale Institution

    Die Finanzierung der Armee ist wichtig und richtig. Es ist allerdings offensichtlich, dass bei einer Umverteilung der OECD-Mittel zugunsten des Bundes faktisch nur diese wenigen Geberkantone – allen voran Zug und Zürich – letztendlich die Hauptlast der Finanzierung der Armee übernehmen würden. Das kann und darf doch nicht sein.

    Militärbudget Wehrsteuer FDP Michel
    Die geplante Änderung des Verteilschlüssels für die Einnahmen aus der OECD-Mindestbesteuerung, kommt nicht in allen Schweizer Kantonen gut an. (Symbolbild) - keystone

    Dies wirft erhebliche Fragen nach der Gerechtigkeit und Solidarität in der Schweiz auf. Die Armee ist eine nationale Institution, die von allen profitiert. Eine Finanzierung, die im Wesentlichen auf den Schultern einiger weniger wohlhabender Kantone ruht, ist weder fair noch nachhaltig.

    Vielmehr sollte überlegt werden, wie diese Mittel zielgerichtet in den Kantonen eingesetzt werden können, etwa für Bildung, öffentliche Infrastruktur oder preisgünstiges Wohnen, anstatt sie zentralistisch umzuverteilen.

    Lasten müssen gerecht verteilt werden

    Abschliessend sei betont, dass Transparenz und eine faire Verteilung der OECD-Mittel zentrale Voraussetzungen sind, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik zu wahren.

    Hast du den Armeedienst absolviert?

    Ein demokratisch legitimierter Verteilschlüssel darf nicht leichtfertig aufgeweicht werden, und die Lasten der Finanzierung müssen gerecht auf alle Schultern verteilt werden.

    ***

    Zum Autor: Alexander Haslimann (*1974) lebt in Rotkreuz ZG und ist Solution Manager Marketing & Campaign Management. Er ist Zuger Kantonsrat und Präsident der SVP Risch-Rotkreuz.

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    Kommentare

    User #5965 (nicht angemeldet)

    Ja klaro doch - wenn's ums Bezahlen geht, dann sind die Zürcher natürlich wieder gern gesehen. Irgendwann ist dann aber halt einfach einmal Schluss.

    User #4165 (nicht angemeldet)

    Dass die Schweiz bei dieser Mindesrsteuer mitmacht ist falsch! Man orientiert sich nicht nach den Pfeiffen sondern sollte sich verbessern. Die amderen lachen sich krumm ab unserer Doofheit...

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