Regierung

    Aargauer Regierung fordert vom Bund Verbesserungen beim Bahnausbau

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Aarau,

    Der Aargauer Regierungsrat hat die Pläne des Bundes für den Bahnausbau in der Vorlage «Verkehr '45» als ungenügend kritisiert. Der nationale Engpass zwischen Olten, Aarau und Zürich soll behoben werden. Der Regierungsrat befürchtet Verschlechterungen im Bahnangebot.

    Der Kanton Aargau fordert vom Bund eine Behebung des nationalen Bahnengpasses zwischen Olten, Aarau und Zürich. (Symbolbild)
    Der Kanton Aargau fordert vom Bund eine Behebung des nationalen Bahnengpasses zwischen Olten, Aarau und Zürich. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Der Vorschlag des Bundes für den Ausbau der Eisenbahninstruktur sei «nicht ausgereift», schreibt der Regierungsrat in seiner am Freitag veröffentlichten Stellungnahme an das Bundesamt für Verkehr (BAV). Der Aargau erwarte, dass die Lösung des Mobilitätsengpasses auf der West-Ost-Achse «zügig angegangen wird».

    So solle an der Bahn-Direktverbindung Aarau-Zürich weiter geplant werden. In der Vorlage «Verkehr '45» sei trotz der grossen Nachfrage und Wachstumsprognosen im Mittelland ein grosser Teil der Massnahmen gestrichen worden.

    Damit bleibe der SBB-Heitersbergtunnel ein «engpassbedingtes Stabilitätsrisiko für das gesamte schweizerische Schienennetz». Der West-Ost-Verkehr, die Zu- und Wegfahrten zum grössten Schweizer Rangierbahnhof sowie der schnelle Verkehr zwischen Basel und Zürich und die S-Bahnen aus dem Mittelland nach Zürich müssten sich die vorhandenen Trassen teilen. «Es braucht zwingend eine Erhöhung der Kapazitäten», heisst es in der Stellungnahme.

    Der Regierungsrat befürchtet zudem, dass die vorgesehenen Angebotsverbesserungen im Fernverkehr zu Lasten des Regionalverkehrs im Aargau gehen. Diese würde zu Reisezeitverlängerungen, Reisekettenunterbrüchen und zum Verlust von Direktverbindungen in die Ost- und Westschweiz führen, wie es in der Stellungnahme heisst.

    Zufrieden mit A1-Ausbau

    Beim Ausbau der Nationalstrasse sieht der Regierungsrat sein «dringendstes Anliegen» als erfüllt an. Das Projekt für den Ausbau auf sechs Streifen der Autobahn A1 zwischen Aarau und Ost-Birrfeld sei weit fortgeschritten. Es beseitige im zentralen Mittelland einen Engpass auf der West-Ost-Achse.

    Die Vorlage des Bundes zu «Verkehr '45» bündelt erstmals die Ausbauschritte für Nationalstrassen, die Eisenbahninfrastruktur und die Beiträge zum Agglomerationsverkehr in einem Papier. Es soll Schiene, Strasse und Agglomerationsverkehr koordiniert weiterentwickeln.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #78 (nicht angemeldet)

    Nun, die nonstop-IC, ICE und TGV Züge können zwischen Zürich und Basel zweimal stündlich auch locker wieder über die Bötzberg-Linie "umgeleitet" werden. So wie sie früher schon gefahren sind als die "Militärkurve" in Olten noch nicht - wieder - gebaut war.

    User #3475 (nicht angemeldet)

    Unsere Bahn ist längst am Anschlag und kann nicht mehr der gestiegenen Bevölkerung angepasst werden. Bin bei der letzten Zugreise sehr über die Zustände erschrocken.

    Weiterlesen

    a
    61 Interaktionen
    «Symbolisch»
    a
    27 Interaktionen
    Moderne Handbremsen

    MEHR REGIERUNG

    Smog
    5 Interaktionen
    Indonesien
    Trump
    95 Interaktionen
    Nach eigenen Angaben
    12 Interaktionen
    Washington
    23 Interaktionen
    Washington

    MEHR AUS AARAU

    DTM Hockenheim Ricardo Feller
    1 Interaktionen
    DTM-Saisonfinale
    5 Interaktionen
    Hunzenschwil AG
    FC Aarau Stade Nyonnais
    12 Interaktionen
    Knappe Niederlage