Aargauer Oberrichter schafft Wiederwahl im zweiten Anlauf
Der Aargauer Grosse Rat hat am Dienstag im zweiten Wahlgang den bisherigen Oberrichter Jann Six (SVP) für weitere vier Jahre bestätigt. Six erhielt 87 Stimmen – bei einem absoluten Mehr von 68 Stimmen.

Six war im ersten Wahlgang bei der Gesamterneuerungswahlen im August gescheitert. Er kam bei einem absoluten Mehr von 67 Stimmen auf 65 Stimmen. Er war der einzige Oberrichter, der im ersten Wahlgang gescheitert war.
Gegen Six sind nach einem Bericht der «Aargauer Zeitung» in einen Streit um Nebenkosten in seinem Wohnquartier mehrere Betreibungen hängig. In diesem Nachbarschaftsstreit steht ein Termin vor dem Friedensrichter an.
Claudia Hauser (FDP), Präsidentin der Justizkommission, hielt am Dienstag erneut fest, die Vorarbeiten zur Wahl seien seriös erfolgt. Alle Verfahrensschritte seien verantwortungsvoll vorgenommen worden.
Die Betreibungen des Oberrichters seien bekannt gewesen und diskutiert worden. Sie stellten keinen Grund gegen eine Wahlfähigkeit dar. Eine Nichtwahl sei letztlich nicht gerechtfertigt, sagte Hauser. Das Parlament diskutierte nicht darüber.
Bei der Wiederwahl waren 35 Stimmen leer eingelegt worden, insgesamt 12 Stimmen gingen an andere Personen. Eine Stimme war ungültig.






