Aarau

    Aargauer Kantonsschulen stellen sich per Schuljahr 2027/28 neu auf

    Keystone-SDA Regional
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    Aarau,

    Mit Beginn des Schuljahres 2027/28 gibt es an den Gymnasien im Aargau einen neu konzipierten und kantonal einheitlichen Lehrplan. Die Gesamtzahl der Lektionen bleibt unverändert. Das Fach Sport wird promotionswirksam. Diese Reform hat der Regierungsrat beschlossen.

    Das Fach Sport wird an den Gymnasien im Kanton Aargau neu mitentscheidend sein für den Übertritt in die nächsthöhere Klasse. (Symbolbild)
    Das Fach Sport wird an den Gymnasien im Kanton Aargau neu mitentscheidend sein für den Übertritt in die nächsthöhere Klasse. (Symbolbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Ein zentrales Merkmal des Aargauer Gymnasiums bleibe jedoch bestehen, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Es ist die Teilung in eine zweijährige Grundstufe mit Fokus auf den Grundlagenfächern und dem Akzentfach sowie eine zweijährige Vertiefungsstufe mit stärkerem Fokus auf Schwerpunktfach, Ergänzungsfach und Maturitätsarbeit.

    Der einheitliche Lehrplan gilt für alle Kantonsschulen und auch für alle drei Lehrgänge: das Gymnasium, den zweisprachigen Lehrgang mit International Baccalaureate (IB) sowie den Lehrgang für Leistungssportlerinnen und -sportler. Die zu erreichenden Kompetenzen sind für jedes Schuljahr festgelegt, wie es hiess.

    Aargaur Besonderheit bleibt

    Die Grundlagenfächer enthalten neu die bisher obligatorischen Fächer Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Die Akzentfächer, eine Aargauer Besonderheit, bleiben bestehen. Sie orientierten sich künftig an drei kantonal vorgegebenen Oberthemen.

    Eine wesentliche Neuerung betrifft das Fach Sport: Es entscheidet künftig in den ersten drei Klassen über die Promotion in die nächste Stufe. Der Kanton begründet dies mit dem Beitrag des Fachs zur Studierfähigkeit und zur gesellschaftlichen Reife.

    Abschlussprüfung weniger sprachlastig

    Auch die Maturitätsprüfungen ändern sich. Um die bisher sprachlastigen Abschlussprüfungen ausgeglichener zu gestalten, wählen die Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse neu zwischen Physik und Geschichte als zusätzlichem Prüfungsfach. Darüber hinaus müssen die Schulen künftig Konzepte für Austausch- und Mobilitätsaktivitäten sowie für gemeinnützige Einsätze vorlegen.

    An der Entwicklung der neuen Lehrpläne waren laut Staatskanzlei mehr als 150 Lehrpersonen aus allen Fachgruppen und sämtlichen Kantonsschulen beteiligt. Alle neu eintretenden Schülerinnen und Schüler starten ab dem Schuljahr 2027/28 unter den neuen Bestimmungen. Die ersten Abschlüsse finden im Schuljahr 2030/31 statt.

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