Widerstand gegen akademisches Abkommen zwischen Schweiz und Israel
Ein Kollektiv von mehr als 250 Akademikerinnen und Akademikern aus der Schweiz hat einen offenen Brief an das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation geschickt, in dem es die Kündigung eines akademischen Abkommens mit Israel fordert. Es prangert eine «Mitschuld an den Verbrechen in Gaza» an.

Der Brief wurde vom Kollektiv für akademische Freiheit, Demokratie und Solidarität (Clads) organisiert. Es wurde 2024 von Lausanner Akademikerinnen und Akademikern, darunter Professorin Julia Steinberger, gegründet, wie die Zeitungen «24 Heures» und «Tribune de Genève» am Samstag berichteten.
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass es vorerst keine Stellungnahme abgeben werde. Es werde die Antwort des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ans Clads abwarten.
Die Unterzeichnenden fordern das SBFI auf, eine «Beurteilung der laufenden Projekte» an den Universitäten vorzunehmen, um deren mögliche Verbindungen zur israelischen Armee und zur «Völkermordpolitik» der Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu ermitteln. Sie verlangen die Kündigung des «Lead Agency»-Abkommens zwischen dem Schweizerischen Nationalfonds und der Israel Science Foundation.
Diese Partnerschaft stehe weltweit nur einer «Handvoll Länder» offen, sagte Steinberger. Das verleihe Israel einen «umso privilegierteren und daher umso problematischeren» Status.






