Vertriebene im Libanon kehren weiter in Häuser zurück
Im Libanon kehren durch Kämpfe vertriebene Anwohner im Zuge der aktuell geltenden Waffenruhe weiter in ihre Häuser zurück. Unter anderem im besonders stark zerstörten Süden würden Familien zurückkehren, berichtete der Fernsehsender LBC. Armee und Rettungskräfte versuchten dort, Strassen von Trümmern zu befreien.

Eine schnelle Entspannung deutet sich aber nicht an. Im Süden gibt es weiter Gefahren wegen Landminen und nicht explodierten Sprengsätzen. In einem Ort im Süden wurde nach offiziellen Angaben eine zuvor vertriebene Frau samt ihrem Kind getötet, als sie die Schäden an ihrem Haus prüfen wollte. Auch in Beirut können viele Menschen trotz der Waffenruhe nicht zurück, weil ihre Häuser stark beschädigt sind oder weil es keinen Strom gibt.
Ingenieure der Wasserwerke begannen im Süden damit, Schäden an den Anlagen zur Wasserversorgung zu prüfen und zu reparieren. Die staatliche Armee versuchte auch, nach der Zerstörung mehrerer Brücken durch israelische Angriffe im Süden vorübergehende Brücken zu bauen. Es gebe einen festen Willen, die Verbindungen zwischen Norden und Süden und das normale Leben wiederherzustellen, teilte die Armee mit.
In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine Waffenruhe in Kraft. Seitdem kam es aber zu neuen Zwischenfällen. Die vergangenen sechs Wochen hatte die Hisbollah-Miliz mit Israel Krieg geführt. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind nicht Konfliktpartei.










