Verbrauch von Plastiksäcklis im Detailhandel sinkt weiter

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcklis ist weiter rückläufig. Das ursprüngliche Reduktionsziel ist bereits übertroffen.

    Jungfreisinnige Plastiksäckli
    Punkto Einwegplastik setzt die Schweiz erst einmal auf Eigenverantwortung. (Archiv) - sda - KEYSTONE/MANUEL LOPEZ

    Das Wichtigste in Kürze

    • Einweg-Plastiksäcke werden immer weniger verwendet.
    • Im vergangenen Jahr ist die Verwendung um weitere 14 Prozent zurück gegangen.
    • Das ursprüngliche Reduktionsziel ist somit schon übertroffen.

    Die Verwendung von Einweg-Plastiksäcklein im Detailhandel sinkt weiter. Sie ging im vergangenen Jahr um weitere 14 Prozent auf knapp 56,57 Millionen Stück zurück, wie die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz mitteilten.

    Werden die Zahlen mit 2016 verglichen, als die Detailhandelsbranche auf freiwilliger Basis die «Raschelsäckli» nicht mehr gratis abgab, sind über 86 Prozent weniger Plastiksäcke zum Preis von fünf Rappen pro Stück abgesetzt worden.

    Das ursprüngliche Reduktionsziel sei damit bereits erheblich übertroffen worden. Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken an Kassen, an denen hauptsächlich Lebensmittel verkauft werden, sollte bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent verringert werden.

    Im Oktober 2016 hatten die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz eine «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» abgeschlossen, um anstelle eines Verbots einen pragmatischen und kundenfreundlichen Weg zur Verringerung der Plastikabfälle zu finden, wie es in der Mitteilung vom Mittwoch weiter heisst.

    Vereinbarung: Keine kostenlosen Einweg-Plastiksäcke mehr

    Die Vereinbarung sieht vor, dass seit Anfang 2018 keine kostenlosen Einweg-Plastiksäcke mehr an Kassen abgegeben werden. Mittlerweile hätten sich über 30 Unternehmen aus dem Lebensmitteldetailhandel der Vereinbarung angeschlossen.

    Die «Raschelsäckli» hatten in der Schweiz auch das eidgenössische Parlament wiederholt beschäftigt. 2012 hatten National- und Ständerat den Bundesrat beauftragt, Wegwerf-Plastiksäcke zu verbieten. Im Herbst 2016 kam das Parlament dann aber auf seinen Entscheid zurück und überliess es dem Detailhandel, dafür zu sorgen, dass weniger Einwegtüten in Umlauf kommen.

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