Uiguren

    USA verhängen Sanktionen gegen chinesische Paramilitärs wegen Uiguren

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    Im Streit um das Vorgehen Pekings gegen die muslimische Minderheit der Uiguren haben die USA Strafmassnahmen gegen eine chinesische paramilitärische Gruppe verhängt.

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    Eine mutmassliche Einrichtung zur Umerziehung in Xinjiang. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Produktions- und Konstruktions-Korps ist in Xinjiang aktiv.

    Wie das US-Finanzministerium am Freitag mitteilte, wurden sämtliche Konten der Xinjiang Produktions- und Konstruktions-Korps in den USA eingefroren.

    «Die USA sind gewillt, ihre volle Finanzkraft einzusetzen, um Menschenrechtsverletzer in Xinjiang und anderswo auf der Welt zur Verantwortung zu ziehen», erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Nach Angaben des Ministeriums wird dem chinesischen Korps unter anderem vorgeworfen, Verbindungen zum Chef der Kommunistischen Partei in der nordwestlichen Provinz Xinjiang, Chen Quanguo, zu haben.

    Gegen Chen hatten die USA bereits Anfang Juli Sanktionen verhängt. Er und seine Familie dürfen nicht mehr in die USA einreisen und ihr Vermögen wurde eingefroren.

    Das Korps baut und betreibt Siedlungen, Universitäten und Medien für die in Xinjiang angesiedelten Han-Chinesen. Die paramilitärische Gruppe wurde in den 1950er Jahren von Kommunistenführer Mao Zedong gegründet und ist in China unter dem Namen Bingtuan bekannt. Sie besitzt grosse Ackerflächen in Xinjiang und ist unter anderem in der Immobilien- und Versicherungsbranche tätig.

    Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in Xinjiang mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime in Haftlagern eingesperrt. Sie werden dort nach Angaben der Aktivisten zur Aufgabe ihrer Religion, Kultur und Sprache gezwungen und teilweise auch misshandelt. Peking weist die Vorwürfe zurück und spricht von «Bildungszentren», die dem Kampf gegen islamistische Radikalisierung dienten.

    Die Beziehungen zwischen China und den USA befinden sich derzeit auf einem Tiefstand. Neben dem Streit um Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren gibt es Konflikte um die Autonomie der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, die Coronavirus-Pandemie und Handelsfragen.

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