US-Denkfabrik: Putin halluziniert – Geländeverlust in Ukraine

    Keystone-SDA
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    Laut ISW verlor Russland im September rund 81 Quadratkilometer. Putin spricht von über 1300 eroberten – für das Institut klingt das nach «Halluzinationen».

    ARCHIV - Eine ukrainische HIMARS-Besatzung feuert an der Front im Osten der Ukraine Raketen auf russische Stellungen ab. Foto: Dan Bashakov/AP/dpa
    ARCHIV - Eine ukrainische HIMARS-Besatzung feuert an der Front im Osten der Ukraine Raketen auf russische Stellungen ab. Foto: Dan Bashakov/AP/dpa - Keystone/AP/Dan Bashakov

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das ISW beziffert Russlands Gebietsverlust im September auf rund 81 Quadratkilometer.
    • Putin behauptete dagegen, Russland habe im September über 1300 Quadratkilometer erobert.
    • Putin kündigte die komplette Eroberung des Donbass in weniger als anderthalb Jahren an.

    Russland hat laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen.

    Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, «dass sie wie Halluzinationen anmuten».

    Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hiess es weiter. Es könne auch sein, dass er «fiktive Angaben zur Lage an der Front» übernehme.

    Gibt es im Ukraine-Krieg ein baldiges Ende?

    Die «Kultur des Lügens» sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1300 Quadratkilometer erobert.

    Frontlinie seit Monaten weitgehend unverändert

    Vor wenigen Tagen hatte Putin die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Er gehe davon aus, dass dies angesichts des Vormarsches der russischen Truppen viel früher geschehen werde.

    Die Frontlinie ist allerdings an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.

    Putin
    Putin hält an seinen Kriegszielen fest – doch offenbar läuft es in der Ukraine nicht nach seinem Plan. - keystone

    In den vergangenen Wochen hat das russische Militär die Angriffe gegen ukrainische Städte verstärkt. Vor allem die grossen Ballungszentren wie Kiew, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe und werden mit Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen angegriffen.

    Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Moskau erhebt dabei unter anderem Anspruch auf die als Donbass bezeichnete Region der Gebiete Donezk und Luhansk.

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    Kommentare

    User #1063 (nicht angemeldet)

    Russische Militärs melden oft Orte als eingenommen, was sich dann als definitiv falsch herausstellt. Kramatorsk gilt in Russland seit Jahren als eingenommen, obwohl tausende ukrainische Soldaten die Stadt kontrollieren und kein einziger Russe sich dort befindet.

    User #3871 (nicht angemeldet)

    Diktatur sitzt in Ukraine und Brüssel..

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