Ukraine greift russische Drohnen-Leitstellen an
Die ukrainischen Streitkräfte haben mehrere russische Drohnen-Leitstellen in den besetzten Gebieten im Osten des Landes sowie in Russland selbst ins Visier genommen. Insgesamt seien vier dieser Bodenstationen angegriffen worden, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. «Wertvollstes Ziel» sei eine Kommandozentrale in Berdjansk im Süden der Oblast Saporischschja gewesen. Von dort habe die russische Drohnen-Eliteeinheit «Rubikon» unbemannte Fluggeräte zu Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Frontnähe gelenkt.

«Auch die Besatzer in der Nähe von Oleschky in der Region Cherson sowie in der Region Donezk sind nun ohne «Fernbedienungen» geblieben«, meldete die Generalität in Kiew. Auf russischem Gebiet sei ein Drohnen-Steuerungszentrum in der Region Brjansk getroffen worden. Über das Ausmass der Schäden lagen zunächst keine Informationen vor. Die Angaben des ukrainischen Militärs konnten nicht unabhängig geprüft werden. Von russischer Seite gab es keinen Kommentar.
Ein Teil der an den Fronten von beiden Kriegsparteien eingesetzten Fluggeräte sind FPV-Drohnen (First Person View). Diese mit Kameratechnik ausgestatteten Drohnen werden aus der Ferne gesteuert, während «Piloten» den Flug auf Bildschirmen im vermeintlich sicheren Hinterland verfolgen. Die Reichweite ist begrenzt, die Funksignale können geortet werden.










