TV-Debatte zur Präsidentschaftswahl in Tunesien könnte im Gefängnis stattfinden

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    Tunisien,

    Die TV-Debatte vor der Stichwahl um die Präsidentschaft in Tunesien könnte hinter Gittern stattfinden: Das tunesische Fernsehen hat sich bereiterklärt, eine Diskussion der beiden Kandidaten im Gefängnis zu organisieren.

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    Der tunesische Präsidentschaftskandidat Karoui - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Medienmogul Karoui sitzt wenige Wochen vor Stichwahl weiterhin in Haft.

    Sollte der inhaftierte Medienmogul Nabil Karoui für die Debatte nicht auf freien Fuss kommen, könne diese auch in der Haftanstalt ausgerichtet werden, sagte am Mittwoch der Chef des nationalen tunesischen Fernsehens, Mohamed Lassad Dahech.

    Dafür sei aber die Genehmigung der Justiz nötig. Auch Karouis Konkurrent Kaïs Saïed müsse einer TV-Debatte im Gefängnis zustimmen, betonte Dahech.

    Karoui war im August nur wenige Tage vor Wahlkampfbeginn wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft genommen worden. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl landete der Medienunternehmer hinter dem Jura-Professor Saïed auf dem zweiten Platz.

    Karouis Anwälte scheiterten bereits mehrfach mit Einsprüchen gegen die Inhaftierung ihres Mandanten. Eine für Mittwoch erwartete Entscheidung in dem Fall wurde auf den 2. Oktober verschoben, wie einer von Karouis Verteidigern am Mittwoch sagte. Die Stichwahl findet voraussichtlich am 13. Oktober statt.

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