Trump und Xi beim Gipfel der Bilder – und der offenen Fragen
Trump empfängt Xi mit militärischen Ehren – doch hinter der Freundschaft brodeln Handelskrieg und KI-Rivalität.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen. Trump empfing ihn persönlich auf der Joint Base Andrews mit militärischen Ehren.
Seit John F. Kennedy 1962 den britischen Premier Macmillan begrüsste, hatte kein US-Präsident einen ausländischen Staatschef dort abgeholt, berichtet «t-online».
Xi erhielt ein Ehrenspalier, Nationalhymnen und einen 30 Meter langen roten Teppich. Kinder überreichten dem chinesischen Präsidentenpaar Blumengestecke, zwei Bomber überflogen die Szenerie, wie «n-tv» schildert.
Trump und Xi: Symbolik statt Substanz
Es ist Xis erster Staatsbesuch in den USA seit elf Jahren. Damals sass noch Barack Obama im Weissen Haus – Superintelligenz und KI-Wettrüsten waren noch Science-Fiction.
Experten erwarten von dem Treffen wenig Konkretes. Laut «n-tv» gilt der Besuch in Washington eher als symbolisches Signal, dass beide Regierungen trotz ihrer Differenzen kommunizieren können.
Auf diplomatischer Ebene liefen die Vorbereitungen wochenlang. Wie die «Berliner Zeitung» berichtet, verständigten sich beide Seiten in Peking bereits auf eine «konstruktive Beziehung strategischer Stabilität» als Leitlinie.
Zollpause verlängert, Rohstoffe offen
Finanzminister Scott Bessent verkündete zum Auftakt des Besuchs eine Verlängerung des Busan-Abkommens um zwei Monate. Im südkoreanischen Busan hatten Trump und Xi im Oktober 2025 einen Waffenstillstand im Handelskrieg vereinbart.
Wäre das Abkommen ausgelaufen, hätte China seine Exportkontrollen bei Seltenen Erden ausgeweitet, berichtet «n-tv». China hält dabei gegenüber Washington nach wie vor eine starke Verhandlungsposition.

Die USA sind weiterhin auf Chinas Seltene Erden für ihren Tech-Sektor angewiesen. Trump wollte einst mit Zöllen Druck machen – Xi konterte mit einem vorläufigen Ausfuhrstopp und traf damit einen empfindlichen Punkt.
KI als gefährlichste Baustelle
Beim Staatsbankett sitzen laut «n-tv» Trumps Tech-Milliardäre am Tisch: Mark Zuckerberg, Sam Altman, Jensen Huang und Jeff Bezos haben sich angekündigt. Elon Musk lobte im Vorfeld Xis Wirtschaftspolitik – für ihn ist China als Produktionsstandort und Markt entscheidend.
Doch hinter den Festtagsbildern lauert das eigentliche Risiko, wie «t-online» analysiert. Ein fehlerhafter KI-Geheimdienstbericht hätte laut dem Bericht kürzlich beinahe eine militärische Konfrontation zwischen den USA und China ausgelöst.
Führende KI-Forscher und Tech-Manager warnen inzwischen vor Systemen, die der menschlichen Kontrolle entwachsen könnten. Beide Seiten wollen die Technologie bremsen – und beide wollen dabei schneller sein als der andere.












